Die Vorhautverengung ist oft eine schmerzhafte Angelegenheit, derer sich viele junge Männer schämen. Dabei kommt die Erkrankung deutlich häufiger vor, als allgemein angenommen. Sie kann mittlerweile sogar auf verschiedene Art und Weise behandelt werden.

Was ist eine Vorhautverengung / Phimose?

Die Vorhautverengung wird häufig auch als Phimose bezeichnet. Sie wird dadurch charakterisiert, dass die Vorhaut des Penis mit der Eichel verklebt ist oder aber eine Vernarbung aufweist. Dadurch wird es schwierig, die Vorhaut über die Eichel zurück zu schieben, meist ist dies nur mit der Inkaufnahme von Penis Schmerzen möglich. Bei der Verengung der Vorhaut wird unterschieden zwischen der vollständigen und der unvollständigen Phimose.

Bei der unvollständigen Vorhautverengung kann die Vorhaut im erigierten Zustand über die Eichel geschoben werden, bei der vollständigen Phimose dagegen ist dies gar nicht möglich. Interessant ist ebenfalls, dass die Vorhautverengung bei fast allen neugeborenen Jungen vorhanden ist, sie bildet sich jedoch in der Regel von selbst zurück.

Ursachen für eine Vorhautverengung

Die Vorhautverengung ist oftmals angeboren. Diese angeborene Phimose bildet sich jedoch in den ersten Lebensmonaten und -jahren nahezu vollständig zurück. Mit etwa drei bis fünf Jahren kann bei den Kindern die Vorhaut einfach zurück geschoben werden. Hierbei ist auch die Rede von einer vorübergehenden Vorhautverengung. Wer die Vorhaut gewaltsam zurück zu schieben versucht, riskiert Narben- und Rissbildung, die zu einer Verschlimmerung der Erkrankung führen können. Die genetische Veranlagung wird ebenfalls häufig als Ursache für die Phimose angesehen. Genauso kommen Entzündungen in Frage, die unter der Vorhaut sitzen und sich nicht mehr regenerieren lassen.

Symptome

Die Symptome einer Vorhautverengung sind vielfältig, können aber auch ganz ausbleiben. Denn oftmals besteht die Phimose über ein ganzes Leben und wird nicht bemerkt. Typisch sind jedoch ein verdrehter Harnstrahl und ein Aufblähen der Vorhaut beim Wasserlassen.

Durch die starke Verengung der Vorhaut, lassen sich Talgreste und ähnliches nur schwer entfernen. Die fehlende Reinigung führt oftmals zu Entzündungen, die wiederum mit einer Schwellung oder einer Rötung der Vorhaut verbunden sein können. Wer im Penis Schmerzen beim Wasserlassen verspürt, sollte dringend einen Urologen aufsuchen.

Vorhautverengung bei Kindern

Bei Kindern ist die Vorhautverengung meist angeboren, sie bildet sich aber in der Regel zurück. Wenn Eltern frühzeitig versuchen, die Vorhaut gewaltsam zurück zu schieben, kann dies zu Vernarbungen führen. Sie stellen wiederum die Grundlage für eine dauerhafte Verengung der Vorhaut dar. Deshalb sollte stets Rücksprache mit dem Kinderarzt gehalten werden.

Tätig werden muss dieser nur, wenn die Phimose auch nach dem fünften Lebensjahr noch besteht. Denn dann ist von einer dauerhaften Verengung der Vorhaut auszugehen, die mit Penis Schmerzen verbunden sein kann und sogar zu Peniskrebs führen kann.

Paraphimose (Spanischer Kragen)

Bei der Paraphimose oder dem Spanischen Kragen kann die Vorhaut noch zurück gezogen werden. Doch nachdem die Reinigung beispielsweise abgeschlossen wurde, entsteht eine Art „Schnürring“. Dadurch wiederum wird die Durchblutung von Penisspitze und Eichel nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Vorhaut und die Eichel schwellen an, so dass es zu erheblichen Penis Schmerzen kommen kann. Sofern ein Spanischer Kragen längerfristig besteht, kann er zu anhaltenden Schäden am Gewebe führen. Die Phimose Behandlung ist hier unverzichtbar.

Behandlungsmöglichkeiten

Die klassische Phimose Behandlung erfolgt mit Kortisonsalbe. Diese wird über vier bis acht Wochen angewendet. In den ersten zwei Wochen führt der Arzt die Behandlung durch, danach kann sie zu Hause weiter geführt werden. Die Vorhaut wird dabei soweit wie möglich zurück geschoben und dann mit der Salbe eingecremt. Gut drei Viertel aller Betroffenen können mit der einfachen Kortisonbehandlung geheilt werden.

Die zweite Variante der Phimose Behandlung ist die Phimose OP. Bei der operativen Entfernung, die auch als Beschneidung bekannt ist, wird die Vorhaut ganz oder teilweise entfernt. Ausnahme bildet hierbei die plastische Zirkumzision. Sie erweitert die Vorhaut nur, erhält diese an sich aber. Die Phimose OP erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung. Es werden selbst auflösende Fäden verwendet, die nicht gezogen werden müssen.

 

Kosten und Kostenübernahme

Grundsätzlich können die Kosten für die Phimose OP von der Krankenkasse übernommen werden. Allerdings gilt dies nur, wenn eine starke Verengung der Vorhaut vorliegt und die Behandlung mit Kortisonsalbe keinen Erfolg gebracht hat. In allen anderen Fällen ist eine Kostenübernahme nicht möglich. Die Kosten selbst liegen bei etwa 300 Euro, wobei die Narkose schon inbegriffen ist.

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