Schamlippen einer jungen Frau

Zu große Schamlippen können zur Belastung werden

Eine Schamlippenverkleinerung stellt einen operativen Eingriff dar, der sowohl unter lokaler Betäubung, als auch unter Vollnarkose erfolgen kann. Dennoch sollten sich Frauen der typischen Risiken einer jeden OP stets bewusst sein.

Das Problem der Frau

Zu große oder zu lange Schamlippen treten recht häufig auf. Frauen leiden schnell darunter, denn große Schamlippen können zu Schmerzen führen oder zu Problemen beim Sport. Beim Tragen bestimmter Kleidung treten ebenfalls Probleme durch große Schamlippen auf. Viele Frauen stören ihre Schamlippen auch deshalb, weil diese die Aufmerksamkeit des Partners, sowie die Aufmerksamkeit anderer Besucher in der Sauna auf sich ziehen. Deshalb entscheiden sie sich oft für eine Schamlippen OP.

Ablauf einer Schamlippenverkleinerung

Die Verkleinerung der Schamlippen ist für Frauen, die unter den zu großen Schamlippen leiden, oft der letzte Ausweg. Auch wenn eine solche Schamlippen OP telefonisch bestellt werden könnte, ist es sinnvoller, sich zunächst mit einem Arzt zu unterhalten. Im persönlichen Gespräch und einer Untersuchung durch den Arzt, kann erst einmal geklärt werden, welche Variante der Schamlippenkorrektur bei der jeweiligen Patienten in Frage kommt. Sinnvoll ist es auch, das Problem mit mehreren Ärzten zu besprechen, um sich verschiedene Meinungen einzuholen.

Wer sich entscheidet, seine Schamlippen verkleinern zu lassen, sollte sich stets bewusst sein, dass die operativen Risiken, wie bei jeder anderen OP gegeben sind. Die eigentliche Schamlippen OP beinhaltet im Grunde genommen das Abschneiden des überflüssigen Gewebes. Dieses wird vor der Schamlippenkorrektur entsprechend angezeichnet.

Die ambulant durchgeführte OP wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch kann die Schamlippenverkleinerung auch unter Vollnarkose erfolgen. Allerdings ist die Schamlippen OP dann teurer und aufwändiger. Bei der örtlichen Betäubung werden die Schamlippen mit einem lokalen Anästhetikum betäubt. Das Ganze wird für die Patientin sehr schmerzhaft, allerdings vergeht der Schmerz nach etwa 20 Sekunden.

Nachdem das überschüssige Gewebe entfernt wurde, muss der Arzt noch die Blutung stillen, die unweigerlich auftreten wird. Die Wunden werden dann wahlweise mit selbst auflösenden Nähten oder solchen, die gezogen werden müssen, vernäht.

Heilungsprozess

Der Heilungsprozess verläuft in der Regel recht schnell und einfach. Allerdings sind die Schamlippen in der ersten Zeit nach der Schamlippenverkleinerung stark angeschwollen und schmerzhaft. Auch eine Blutung wird in der Regel auftreten, diese ist wie die normale Monatsblutung zu behandeln.

Die Schmerzen sollten nach etwa einer Woche bis zehn Tagen vergehen, die geschwollenen Schamlippen sind jedoch noch nicht mit dem Endergebnis zu vergleichen. Dieses wird frühestens drei Monate nach der Schamlippen OP sichtbar. Eine Nachuntersuchung ist deshalb sinnvoll. Wichtig ist auch Hygiene nach der Verkleinerung der Schamlippen. Mindestens zwei Mal täglich sollte die Frau eine Desinfektionslösung anwenden, die sie nach der OP ausgehändigt bekommt. Statt Binden oder Tampons sollten in der ersten Zeit nach der Verkleinerung der Schamlippen sterile Gaze als Slipeinlage dienen.

Beeinträchtigung des Sexuallebens nach einer Schamlippenverkleinerung

Durch den anfänglichen Schmerz am Scheideneingang kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Sexuallebens kommen, wenn eine Verkleinerung der Schamlippen durchgeführt wurde. Die Probleme regeln sich jedoch nach einiger Zeit von selbst, sollten sie länger anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen und mit ihm Rücksprache zu halten.

Risiken

Natürlich entstehen auch einige Risiken, wie bei jeder anderen OP auch, wenn man die Schamlippen verkleinern lässt. Diese äußern sich vor allen Dingen in Schmerzen an den Schamlippen, sowie am Scheideneingang. Sie sind recht einfach in den Griff zu bekommen.

 

Das größte Risiko sind aufklaffende Wunden und evtl. Infektionen, die dadurch entstehen. Umso wichtiger ist es, die betroffenen Stellen regelmäßig zu desinfizieren. Ebenfalls ist eine Bildung von straffen Narben möglich, insbesondere bei Frauen, die zu Keloiden-Bildung neigen.

Kosten und Kostenübernahme

Die Kosten für die Schamlippenverkleinerung liegen bei etwa 1.200 Euro, variieren jedoch im Einzelfall. Sie können mitunter von der Krankenkasse übernommen werden. Allerdings müssen hier eindeutig medizinische Belange für die Behandlung im Vordergrund stehen, wie etwa eine dauernde Schwellung der großen Schamlippen, die störend, mitunter schädigend für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist.

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