Welche Länge ist „normal“?

Der Penis, das männliche Geschlechtsorgan, ist für viele Männer eine Art Statussymbol. Je größer er ist, desto besser, so scheint die landläufige Meinung unter den Herren zu sein. Die täglichem Spam-Mails, die im E-Mail-Postfach landen, scheinen diese Meinung noch zu bestätigen und vermitteln den Eindruck, nichts sei einfacher, als den Penis zu vergrößern. Und mal ehrlich, welcher Mann wünscht sich nicht ein paar Zentimeter mehr? Doch dazu muss man erst einmal wissen, was denn nun klein, was groß und was normal ist. Dabei gibt es sogar wissenschaftliche Studien, die dies nachgewiesen haben. Und zwar wurden bei amerikanischen Studenten durchschnittliche Penislängen von 15,2 cm ermittelt. Später, im Jahre 1996 gab es in Essen eine weitere Studie zu den durchschnittlichen Penislängen, hier kamen sogar nur 14,5 cm heraus.

Ursachen für einen zu kleinen Penis

Doch von einem zu kleinen Penis kann man in der Regel nur sehr selten sprechen. Schwieriger wird es schon, wenn ein so genannter „Mikropenis“ mit einer Länge zwischen 1,5 und 2,5 cm vorliegt. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass eine Störung in der Geschlechtsdifferenzierung vorliegt. Wer unter einem solchen „Mikropenis“ leidet, ist dabei meist nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen. Man spricht hier auch von der Intersexualität.

Von einem kleinen Penis kann man in der Regel nur dann sprechen, wenn dessen Größe deutlich unter dem Durchschnitt liegt, wobei eine Länge von 13 cm noch keinen kleinen Penis darstellt. Dies kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein. So spielt die Veranlagung eine wichtige Rolle, aber auch die Hormone haben hier Bedeutung. Dabei liegt dann häufig ein Mangel an dem männlichen Sexualhormon Testosteron vor. Wenn man diesen Mangel nun aber früh genug erkennt und auch sehr frühzeitig, etwa in der Pubertät, mit einer entsprechenden Behandlung beginnt, kann man jedoch für ein normales Längenwachstum sorgen. Die Penisverlängerung wird dann nicht mehr nötig sein.

Typischerweise treten bei dem Gefühl eines zu kleinen Penis bei den Männern auch schwere psychische Störungen auf. Für die Beziehung und das Sexualleben der Partner entstehen dadurch massive Belastungen, sodass oftmals die Penisverlängerung die einzige Möglichkeit zu sein scheint, die hier Abhilfe schaffen kann.

Diagnose eines zu kleinen Penis

Doch wann genau gilt der Penis nun eigentlich als zu klein und wie kann man dies feststellen? Im Grunde ist nicht die tatsächliche Länge des Penis entscheidend, sondern vielmehr, ob der Mann noch in der Lage ist, damit ein befriedigendes Sexualleben zu haben. Ist dieses nicht mehr gegeben, dann liegt ein krankhafter Zustand vor und der Mann wird sich wohl über kurz oder lang für die Penisverlängerung entscheiden.

Die Methoden der Penisverlängerung

Tabletten

Die Penisverlängerung kann dabei auf verschiedenen Wegen erfolgen. Zum einen sind natürlich Tabletten und Pillen in schier unendlich großer Auswahl auf dem Markt erhältlich. Sie versprechen eine Penisverlängerung schon durch die verbesserte Blutzirkulation, die sie bewirken sollen. Dadurch soll der Penis aber nicht länger, sondern nur dicker erscheinen. Zum Teil bringen diese Tabletten und Pillen sogar etwas, der größte Teil ist jedoch in übermäßigem Maße eingenommen sogar schädlich für die Gesundheit. Hiervon sollte jemand, der eine Penisverlängerung in Betracht zieht, also lieber die Finger lassen.

Mechanische Geräte

Ebenfalls sind mechanische Geräte im Handel erhältlich. Die so genannten Penispumpen und Penisstrecker versprechen ebenfalls eine Penisverlängerung. Gleichfalls gibt es auch eine Kombination aus beiden Produkten. Dabei soll das Ziel der Penisverlängerung dadurch erreicht werden, dass durch die Geräte ein dauerhafter Zug auf den Penis ausgeübt wird. Dieser wiederum soll dafür sorgen, dass der Körper neue Zellen bildet und sich der Penis so verlängert. Damit diese gewünschten Ergebnisse jedoch erzielt werden können, wird es nötig, die Geräte kontinuierlich, am besten den ganzen Tag über zu tragen. Doch der Tragekomfort tendiert dabei gegen Null, weshalb die Geräte nicht durchweg getragen werden und damit auch nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen können.

Deshalb ist es insbesondere bei dieser Variante der Penisverlängerung besonders wichtig, sich bereits im Voraus für ein Gerät zu entscheiden, welches auch unter der Kleidung getragen, nicht auffällt und zudem dafür sorgt, dass ein angenehmens Tragen möglich wird. Denn nur dann wird man in der Regel durchhalten und die Penisverlängerung auch erzielen können.

Allerdings darf man auch von dieser Methode der Penisverlängerung keine Wunder erwarten. Denn diese stellt sich erst nach einiger Zeit ein und hält zudem nicht auf Dauer an. Der Penis schrumpft nach Absetzen des Gerätes wieder auf seine ursprüngliche Größe zurück.

Die Anwendung solcher Geräte ist dabei vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn eine operative Penisverlängerung stattgefunden hat. Dabei kann das erzielte Ergebnis evtl. noch etwas verbessert, zumindest aber abgesichert werden.

Jelq-Melktechnik

Jelq ist eine Art der Massage, die vor allen Dingen in den arabischen Ländern durchgeführt wird. Dabei ist zu beachten, dass bei dieser Technik das Blut in die Schwellkörper des Penis massiert werden soll, wodurch das Wachstum, sprich die Penisverlängerung, angeregt werden soll. Dabei handelt es sich jedoch weniger um eine tatsächlich Form der Penisverlängerung, als vielmehr um eine Tradition, die von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Angeblich soll hier eine Verlängerung von etwa zwei bis acht Zentimeter möglich sein, wobei dies jedoch wissenschaftlich in keinster Weise bewiesen ist.

Operative Penisverlängerung

Die operativen Methoden zur Penisverlängerung, die heute eingesetzt werden, werden zwar als solche bezeichnet, doch eine „echte“ Penisverlängerung findet auch hier nicht statt. Vielmehr wird hierbei der Verlauf des Penis verändert. Die Teile des Penis, die „innen“ liegen, werden nach außen gezogen, sodass sich ein optisch größerer Penis ergibt. Dieses Bild bietet sich dabei sowohl im erigierten, als auch im schlaffen Zustand.

Dabei wird der Penis für die operative Penisverlängerung von seinen Haltebändern gelöst. Nachdem er nach vorne verlagert wurde, wird er erneut fixiert. Dabei ist eine Penisverlängerung nur insoweit möglich, als maximal die Länge heraus geholt werden kann, die innen liegt. In der Regel sind dies etwa zwei bis sechs Zentimeter. Das heißt, dass man vorher nicht abschätzen kann, um wie viel der Penis bei der Penisverlängerung tatsächlich anwachsen kann. Durch erheblichen Narbenzug, der nach der OP auftreten kann, ist es zudem möglich, dass der Penis auch wieder auf die ursprüngliche Größe zurück schrumpft. Damit dies nicht geschieht, wird häufig der Penisstrecker oder auch Extender nach der operativen Penisverlängerung eingesetzt.

Penisimplantat zur Penisverlängerung

Weiterhin ist ein Penisimplantat möglich, um den Penis zu verlängern. Allerdings ist diese Methode für die meisten Patienten nicht befriedigend, alleine schon aus dem Grund, weil dabei jegliche Gefühle und eine natürliche Erektionsbildung nicht mehr möglich sind. Der einzige Vorteil ist hierbei die freie Wählbarkeit der Penislänge.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren