Fußpflege und Pediküre

Grundsätzlich wird die Pediküre mit einem mehrere Minuten andauernden Fußbad begonnen. Hierbei soll ein ebenso reinigender wie pflegender Effekt erzielt werden. Das Kürzen der Nägel und das Entfernen von unschönen Hautpartien ist gleichfalls Teil des Programmes. Hierzu können die berüchtigten Hühneraugen oder die gelockerte Nagelhaut zählen.

Je nach Wunsch oder Notwendigkeit ist es möglich, die Nägel zu lackieren. Gerade bei spröder Materie soll mit diesem Vorgehen eine Schutzschicht aufgebaut und der Nagel regeneriert werden. Abschließend werden die Füße mit einem speziellen Öl oder einer Creme massiert und die Pflege damit beendet.

Was ist unter medizinischer und kosmetischer Fußpflege zu verstehen?

Wer sich für eine solche Behandlung entschieden hat, wird schnell vor der Frage stehen, ob er die medizinische oder die kosmetische Pflege wählen soll. Und hier gibt es durchaus Unterschiede. Denn Letztgenannte verschönert die Füße vorrangig, indem sie zwar die Nägel kürzt und unschöne Stellen entfernt.

Ebenso werden die Nägel lackiert oder mit Schmuck verziert. Der rein medizinische Aspekt – die Behandlung von Druckstellen, das Anlegen von Verbänden oder das Heilen von Wunden – darf hier jedoch nicht ausgeführt werden. Wer also zu Krankheitssymptomen an den Füßen neigt, sollte die medizinische Pflege wählen.

Wann sollte unbedingt die Fußpflege vorgenommen werden?

Die ersten Anzeichen liegen meist in einer sehr spröden, vielleicht sogar wunden Haut der Füße. Druckstellen und Hühneraugen sind ebenfalls ein Merkmal für den erhöhten Pflegebedarf. Auch eingewachsene Nägel und solche, die brüchig sind oder häufig abreißen, sollten sich einer Behandlung unterziehen.

Daneben ist diese Maßnahme aber auch für alle Berufstätigen wichtig, die sich auf ihre Füße verlassen können müssen. Etwa bei stehenden Tätigkeiten. Die Vorbeugung ist daher entscheidend und kann selbst dann vorgenommen werden, wenn noch keine Symptome erkennbar sind. Der bessere und angenehmere Stand sowie Füße, die seltener müde werden, sollten es danken.

Wie häufig darf die Pediküre angewendet werden?

Die rein kosmetische Behandlung kann je nach Wunsch vorgenommen werden. Gerade dann, wenn nur der Lack des Nagels erneuert oder eine pflegende Creme in die Füße massiert wird. Bei der medizinischen Variante gilt jedoch das Erfordernis, sie regelmäßig anzuwenden. Im Regelfall sollte die Pflege daher alle ein bis zwei Wochen erfolgen.

Speziell in den Zeiten, wo offene Wunden oder der verwachsene und eiternde Zehennagel Probleme bereiten, kann aber auch ein täglicher Besuch bei der Pediküre sinnvoll sein. Das behandelnde Personal wird kompetent den nächsten Termin in einem passenden Zeitraum vorschlagen.

Selbst machen oder zur Fußpflege gehen?

Nicht unbeachtet bleiben darf natürlich der Kostenfaktor. Bereits bei einer normalen Behandlung werden in der Regel etwa fünf bis zehn Euro an Kosten fällig. Geld, das viele Menschen mit einem guten Nagel-Etui einsparen wollen. Ein legitimer Wunsch. Doch wer nicht über die Fingerfertigkeit der Profis verfügt, wird auch keine perfekten Ergebnisse erzielen.

Liegen Wunden oder verwachsene Nägel vor, sollte ohnehin nicht selbst Hand angelegt werden. Denn im Gegensatz zur Praxis wird der Laie nicht über die nötigen Heilmittel verfügen oder kompetent genug für die Behandlung sein. Hier muss der Fachmann konsultiert werden, um ernstere Schäden zu vermeiden.

Was sollte bei der selbst angewendeten Pediküre unterbleiben?

Viele Menschen werden sich die Nägel mit der Schere oder der Nagelfeile kürzen, überschüssige Haut aufweichen oder die Hühneraugen entsprechend behandeln. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Kritisch wird es erst, wenn mit der Schere etwaige Eiterblasen geöffnet werden oder sich der Anwender in Bereiche begibt, die er nicht versteht.

Schon beim Zurückschieben der Nagelhaut kommt es daher oft zu vermeidbaren Verletzungen. Auch die Hornhautentfernung bedarf des passenden Werkzeuges und ist im Zweifelsfalle nicht selbst vorzunehmen – auch wenn der Vorgang für sich genommen sehr simpel wirkt. Somit sollten alle Vorgänge unterbleiben, die ein Verletzungsrisiko beinhalten.

Welche Eigenschaften kommen dem Fußbad zu?

Das bei der Behandlung obligatorische Fußbad kann im Gegensatz zur allgemeinen Pflege jedoch auch daheim problemlos angewandt werden. Gerade bei häufiger Belastung der Füße – etwa in den stehenden Berufen, nach langen Wanderungen oder im Sport – wird es sogar empfohlen, sich allabendlich ein Fußbad zu genehmigen. Das reinigt einerseits die Haut, beugt andererseits aber auch gezielt den Wundmalen vor.

Sohlen, Zehen und Knöchel können bei angenehmer Temperatur regenerieren und neue Kraft tanken. Übrigens kommt dem Fuß ähnlich der Niere auch eine ausscheidende Funktion zu: Giftstoffe werden also auch über die Fußpflege aus dem Körper geschwemmt.

 

Welche Produkte eignen sich zur Pediküre und worauf sollte man verzichten?

Ein herkömmliches, auf die Pediküre ausgelegtes Nagel-Etui sollte den Grundstock der Pflege bilden. Eine gute Feile, eine entsprechende Schere sowie die kleinen und nützlichen Helferlein sind dabei entscheidend. Zudem ist ein Löser für die Nagelhaut empfehlenswert, jedoch kein Muss: In der Regel kann warmes Seifenwasser den selben Effekt erzielen. Pflegende und entspannende Fußbäder sind ebenso nützlich.

Alle weiteren Maßnahmen, die besondere Produkte benötigen, sollten dagegen nicht selbst vorgenommen werden, sondern der Obhut des kompetenten Personals überlassen sein. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, sondern beeinflusst auch die gesamte Gesundheit des Anwenders positiv.

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