Attraktive Männerbrust - kein Männerbusen

Der Wunsch vieler Männer mit Busen

Kaum zu glauben, aber wahr: Fast jeder zweite deutsche Mann leidet unter dem Phänomen einer weiblichen Brust. Dieses wird häufig auch als Gynäkomastie bezeichnet. Liegt eine solche vor, so ist die Brustdrüse beim Mann deutlich vergrößert. Dabei muss jedoch unterschieden werden zwischen dem echten Männerbusen und der Pseudogynäkomastie. Erstere ist bedingt durch eine hormonelle Störung, die aufgrund verschiedener Ursachen auftreten kann, letztere hingegen stellt die Vergrößerung der männlichen Brust durch Fett dar. Dabei ist keine Drüsenvergrößerung festzustellen. Der Männerbusen kommt dabei in verschiedenen Formen vor. So ist sowohl die ein-, als auch die beidseitige Ausbildung einer Brust, die der weiblichen Brust ähnelt, möglich.

 

Speziell Neugeborene sind von dem Phänomen betroffen, aber auch bei Jugendlichen tritt der Männerbusen noch recht häufig auf. In aller Regel bildet sich der Busen aber wieder zurück, sodass keine weiteren Behandlungen nötig sind.

Ursachen des Männerbusens

Wird der Männerbusen jedoch bei erwachsenen Männern festgestellt, so ist der weibliche Hormonspiegel zu hoch. Dies kann die verschiedensten Ursachen, wie etwa Leber- oder Nebennierenerkrankungen haben, aber auch bestimmte Medikamente können die Ursache darstellen. Hier verschwindet der Männerbusen meist, wenn die ursächliche Krankheit erfolgreich therapiert wurde oder die betreffenden Medikamente abgesetzt wurden.

Sollte nur ein einseitiger Männerbusen vorliegen, so hat sich einfach das Bindegewebe etwas vergrößert, was sich aber auch von selbst wieder zurück bilden sollte. Da dieser Vorgang jedoch mitunter einige Jahre in Anspruch nehmen kann, muss man sich auf eine recht lange Wartezeit einstellen oder sich für eine OP entscheiden.

Risiko: Brustkrebs

Klar ist, dass jeder Mann, der unter dem Männerbusen leidet, diesen auch regelmäßig abtasten sollte. Denn bei Ausbildung einer weiblichen Brust beim Mann kann es in seltenen Fällen sogar zum Brustkrebs kommen.

Die Operation beim Männerbusen

Geht der Männerbusen mit Schmerzen einher oder besteht der Verdacht auf einen Tumor, was der Arzt in gründlichen Untersuchungen schnell feststellen kann, so ist es ratsam, sich für die OP zu entscheiden.

Der Eingriff kann wahlweise unter örtlicher Betäubung oder auch Vollnarkose durchgeführt werden und gehört zu den Routineeingriffen. Hierbei spricht man auch von der subkutanen Masektomie. Das heißt, dass die Brustwarze nicht entfernt werden muss, sondern ein kleiner Schnitt unter dem Warzenhof erfolgt. Das vermehrte und störende Fett- und Drüsengewebe wird dann durch diese Öffnung aus der Brust heraus geholt. Die entstehende Narbe ist aufgrund des sehr kleinen Einschnitts nur für Experten zu erahnen, normalerweise kann sie jedoch nicht mehr gesehen werden.

In der Regel wird die Öffnung nach dem Eingriff wieder vernäht, in einigen Fällen wird auch eine Drainage gelegt. Damit sollen überschüssige Wundflüssigkeit und Blut abgeleitet werden können. Die Drainage kann aber binnen weniger Tage auch wieder entfernt werden.

Risiken und Nebenwirkungen bei der OP zum Männerbusen

Die Operation des Männerbusens ist in der Regel ein Routineeingriff, hier sollten keine größeren Komplikationen auftreten. Dennoch bestehen auch hier die typischen Operationsrisiken wie bei jeder anderen OP auch. Vorübergehend kann es zu Schwellungen, Blutungen oder Nachblutungen kommen. Auch Infektionen und Störungen bei der Wundheilung sind möglich, sowie eine verstärlte Narbenbildung. Mitunter kann es durch Verletzungen von Nerven zu Gefühlsstörungen, insbesondere im Bereich der Brustwarzen kommen. Dieses Taubheitsgefühl stellt sich in den meisten Fällen nach einigen Tagen ein, kann selten aber auch von Dauer sein. Äußerst unwahrscheinlich ist es hingegen, dass Teile der Brust absterben. All diese Risiken kann man mit der Wahl des richtigen Arztes, der entsprechende Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen kann, jedoch auf ein Minimum reduzieren.

 

In den meisten Fällen ist das Ergebnis nach der Entfernung des Männerbusens zur vollsten Zufriedenheit. Dennoch kann es mitunter passieren, dass ein wenig Drüsengewebe nicht mit entfernt wurde und es zu einem erneuten Anschwellen der Brustdrüse kommt, sodass ein erneuter Eingriff notwendig wird.

Vor und nach der OP

Auch bei der OP gegen den Männerbusen muss man die typischen Verhaltensregeln wie bei jeder anderen OP auch beachten. So sind Medikamente, die sich auf die Blutgerinnung auswirken, abzusetzen und das Rauchen ist einige Wochen vor und nach der OP einzustellen, um keine Gefährdung für eine gute Wundheilung zu erzielen.

Nach der OP sind keine besonderen Verhaltensmaßregeln zu beachten. Übermäßiges Sport treiben ist aber ebenso wenig empfehlenswert, wie beispielsweise direkt nach dem Eingriff unter Einwirkung der Narkose Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Kosten der OP

Da auch die Entfernung des Männerbusens zum Großteil aus ästhetischen und nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolgt, wird die Krankenkasse auch hier die Kostenübernahme in Höhe von etwa 1.800 bis 2.900 Euro verweigern. Patienten müssen für die OP also selbst aufkommen.

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