Frau beim aufspritzen der Lippen

Lippen aufspritzen für mehr Volumen

Je älter man oder besser Frau wird, desto schmaler wird der einst so volle Schmollmund. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass sich in der Lippe das Fettgewebe und auch der Anteil an Hyaluronsäure verringern, je älter man wird. Es entsteht eine deutlich schmalere Lippe, oft mit kleinen Fältchen, den so genannten Raucherfältchen. Diese schmalen Lippen entsprechen heute aber nicht mehr dem gängigen Schönheitsideal und sollen deshalb nach Möglichkeit vermieden werden.

 

Möglichkeiten beim Lippen aufspritzen

Hier kann das Lippen aufspritzen helfen, welches eine kleine Schönheitsoperation darstellt, die heute aber längst nicht mehr so gefährlich und aufwändig wie früher ist. Die moderne Medizin ermöglicht es heute, feinste Wundnähte zu setzen, die kaum noch sichtbar sind. Blutgefäße und Nerven lassen sich zudem ideal und präzise miteinander verbinden. Durch diesen recht kleinen Eingriff, der in der Regel ambulant durchgeführt wird, stellt sich aber häufig eine enorme Steigerung des Selbstbewusstseins bei den Frauen ein, die sich auch auf den Beruf und die Partnerschaft auswirkt.

Je nachdem, welches Ziel man mit der Lippenkorrektur bewirkt, kann man sich zwischen unterschiedlichen Verfahren entscheiden. So kann man vollere Formen der Lippen erreichen oder auch eine zu schmale Oberlippe an eine sehr ausgeprägte Unterlippe anpassen. Wer sich den Schmollmund á la Hollywood wünscht, der sollte damit rechnen, dass hier größere Mengen Fett oder Hyaluronsäure unterspritzt werden müssen. Zum Teil können einzelne Behandlungsschritte auch miteinander kombiniert werden, um so ein wirklich zufrieden stellendes Ergebnis zu erhalten. Grundsätzlich kann man auch die Lippenkonturen betonen, die Fältchen mildern oder die Hautpartie zwischen Oberlippe und Nase stärker betonen.

Vorgespräch mit dem Arzt

Für was auch immer man sich entscheidet, ein Vorgespräch mit dem Arzt ist in jedem Fall sinnvoll. Dabei kann dieser einem sagen, welche Möglichkeiten es im individuellen Fall gibt, welche Risiken und Nebenwirkungen auftreten können und welche Behandlungsmethode er empfehlen würde.

Die richtigen Füllsubstanzen

Vor allen Dingen sollte man bedenken, dass sich die Mode im Bereich der Lippenform immer wieder ändert. Insofern sollte man sich bei den Füllmaterialien für solche entscheiden, die sich auch wieder abbauen. Dazu zählen die Hyaluronsäure oder auch das Kollagen. Ebenfalls kann man Eigenfett unterspritzen, welches sich auch abbaut. Die Resultate halten in der Regel etwa sechs bis sieben Monate, wobei dies immer vom Einzelfall abhängig ist.

Das Verfahren um die Lippen aufzuspritzen

Bei dem Unterspritzungsverfahren, welches am häufigsten angewendet wird, wird die Lippe zum Beispiel vergrößert. Dabei füllt der Arzt sie mit einer weichen Substanz, wobei er in der Regel die Hyaluronsäure, Kollagen oder Eigenfett verwendet. Das gewünschte Volumen erreicht man dabei, indem das Kollagen beispielsweise gezielt in die Lippen eingespritzt wird. Dies geschieht mit einer sehr feinen Nadel. Durch den Abbau des Kollagen im Körper muss man die Lippenaufspritzung nach etwa sechs bis sieben Monaten wiederholen.

Gleiches gilt auch für die Unterspritzung mit Eigenfett. Dieses wird häufig dem Bauch oder den Oberschenkeln entnommen. Bevor es mit den dünnen Nadeln in die Lippen gespritzt wird, wird es noch gründlich gereinigt. Ein großer Vorteil beim Lippen aufspritzen mit Eigenfett liegt darin, dass hier fast nie eine allergische Reaktion auftritt. Auch hier gilt, dass die Aufspritzung nach einigen Monaten wiederholt werden muss, was aber problemlos möglich ist.

Klinikaufenthalt ist nicht nötig

Die Lippenkorrektur wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei kommt eine ähnliche Betäubung wie auch beim Zahnarzt zum Einsatz. Nach etwa einer halben bis zwei Stunden, je nachdem wie groß der Aufwand ist, ist alles überstanden. Kurze Zeit später kann die Patientin sich auch auf den Heimweg begeben.

Haltbarkeit des Eingriffs

Die Haltbarkeit der Ergebnisse bei der Aufspritzung der Lippen liegt in der Regel zwischen sechs und sieben Monaten. Allerdings können hier zum Teil erhebliche, individuelle Unterschiede auftreten. Denn die Haltbarkeit hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab, wie Lebensgewohnheiten, Alter oder Hauttyp, um nur einige zu nennen. Ebenfalls spielt die Injektionstechnik, die angewendet wurde, eine wichtige Rolle hierfür.

Risiken und Nebenwirkungen

Wer unter einer Allergie leidet, der sollte dies dem Arzt im Vorgespräch in jedem Fall mitteilen. Insbesondere wenn man gegen tierische Eiweiße allergisch reagiert, ist dies notwendig. Denn dann muss ein Produkt mit natürlicher Hyaluronsäure angewendet werden, und keines mit tierischem Ursprung.

Entscheidet man sich hingegen für eine permanente Füllsubstand und nicht für die abbaubaren Substanzen, so muss man auch lange Zeit nach dem Eingriff mit allergischen Reaktionen rechnen. Genau aus diesem Grunde setzen solche permanenten Füllsubstanzen auch nur die wenigsten Ärzte ein.

Vor und nach dem Eingriff

Vor und nach der Lippenkorrektur sollten die Patienten auf die Einnahme von Aspirin verzichten. Denn dieses verzögert die Gerinnung des Blutes. Auch Schlafmittel und Alkohol sollten etwa 14 Tage vor und nach dem Eingriff vermieden werden.

 

Nach etwa sechs bis zwölf Monaten sollte man zudem eine erneute Behandlung zur Auffrischung durchführen lassen, was aber problemlos möglich ist. Kleinere Korrekturen werden etwa zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff vorgenommen. Sie sind in einigen Fällen unumgänglich, da ohne sie keine perfekten Resultate erzielt werden könnten.

Bei dem Einsatz von Hyaluronsäure bietet sich zusätzlich der Vorteil, dass bei der Auffrischungsbehandlung nur noch kleinere Mengen der Substanz benötigt werden. Außerdem wird die körpereigene Produktion dieses Stoffs angeregt.

Kosten der Behandlung

Die Kosten für das Lippen aufspritzen gehen weit auseinander und belaufen sich auf ca. 200 bis 600 Euro, je nach Arzt-  bzw. Klinikwahl. Da die Lippenaufspritzung jedoch ein Eingriff rein ästhetischer Natur ist, werden diese Kosten auch nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen aus der eigenen Tasche getragen werden.

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