Brustvergrößerung durch OP

Operative Brustvergrößerung

Der weibliche Busen ist nach wie vor eines der wichtigsten Geschlechtsmerkmale einer Frau. Die Natur ist allerdings nicht allen Frauen gleichermaßen gut gesinnt. Deshalb sind viele Frauen auch mit ihrer Brust nicht zufrieden. Sind die Brüste nicht gleich groß, so kann die Brustkorrektur helfen. Sind sie aber auch noch sehr klein, sodass nicht einmal die kleinste Körbchengröße des BH´s passt, so reift in vielen Frauen der Wunsch nach einer Brustvergrößerung.

Dabei kann diese in einigen, wenigen Fällen sogar medizinisch bedingt sein, weil der seelische Leidensdruck der Frauen so groß wird, dass unter Umständen gar Depressionen und dergleichen entstehen können. In diesen Fällen kann die Krankenkasse sogar die Kosten für die Brustvergrößerung übernehmen, andernfalls muss man diese vollständig selbst tragen.

Aufbau des Busens

Die Brust selbst besteht dabei aus etwa 15 bis 20 Milchdrüsenläppchen, welche in Fettgewebe eingebettet sind. Ihre Ausgänge münden dabei dann auf der Brustwarze, die wiederum vom Warzenhof umgeben ist. Dieser wird gekennzeichnet durch eine etwas dunklere Pigmentierung. Von hier ausgehend liegen viele feine Bänder Bindegewebe. Durch sie wird die Form und die Höhe der Brust bestimmt. Durch den monatlichen Zyklus und auch die Wechseljahre bedingt ändern sich Form und Höhe der Brust, sodass während dieser Zeit besonders häufig eine Busenvergrößerung durchgeführt wird.

Aufbau und Beschaffenheit der Implantate

Die Brust wird dabei durch den Einsatz so genannter Implantate vergrößert. Heute bestehen diese zumeist aus Silikon und dürfen seit 2001 nur noch dann innerhalb Europas eingesetzt werden, wenn sie das CE-Zeichen tragen. Damit soll ein Missbrauch durch das Einsetzen von Billigware verhindert werden. Diese Implantate werden als Kissen verwendet, die mit dem stabilen Silikongel gefüllt sind. Die dickwandigen Abschlüsse sorgen dafür, dass ein Auslaufen auch beim Riss z. B. durch einen Unfall nicht möglich wird. Das stabile Gel hält die Kissen in Form. Dabei sind die Implantate in verschiedenen Größen und Formen, also oval oder rund usw., erhältlich. So kann sich jede Patientin frei entscheiden, welche Form ihr Busen nach der Brustvergrößerung erhalten soll.

Implantate sind kein Gesundheitsrisiko

Bevor man sich jedoch für eine Brustvergrößerung entscheidet, sollte man sich dies ganz genau überlegen. Denn diese Operation ist wiederum mit diversen Risiken verbunden, auch wenn die Silikonkissen kein Risiko mehr darstellen. Jahrelang wurde nämlich geglaubt, dass das Silikon in den Implantaten für Autoimmunerkrankungen sorgt oder auch das Krebsrisiko erhöhen soll. Allerdings haben mittlerweile zahllose Studien belegt, dass das Brustkrebsrisiko nicht erhöht wird und durch die Silikonimplantate auch keine Autoimmunerkrankungen entstehen. Eine winzige Erhöhung des Risikos für Bruskrebs entsteht durch die Ummantelung der Kissen mit Polyurethan. Allerdings liegt die Chance, durch dieses Material an Brustkrebs zu erkranken bei 1 : 1 Million.

Preisvergleich ist wichtig

Vor der OP sollte man ebenfalls die Preise verschiedener Ärzte miteinander vergleichen. Das erste Informationsgespräch sollte dabei kostenfrei sein, um sich so ein Bild von den Möglichkeiten der Brustvergrößerung machen zu können.

Ablauf der OP

Die Operation selbst erfolgt generell unter Vollnarkose und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Dabei sind verschiedene Operationsmöglichkeiten vorhanden. Sollte die Brust in sich fest und straff sein, so kann die Brustvergrößerung direkt erfolgen. Bei Hängebrüsten ist oftmals noch eine zusätzliche Straffung des Busens notwendig.

Schnittvarianten

Brustimplantat unter oder über dem Muskel

Das Implantat kann unter oder über dem Brustmuskel liegen

Bei der OP selbst erfolgt ein winziger Schnitt, um damit einen Eingang für das Einführen der Silikonkissen zu legen. Dieser kann sowohl an der Brustumschlagsfalte, am Brustwarzenrand oder auch in der Achselhöhle erfolgen. Den Schnitt in der Achselhöhle zu führen, stellt dabei die schwierigste Variante dar. Allerdings ist auch die Narbe nach der OP fast nicht mehr zu erkennen. Bei den geschulten und fachlich versierten Operateuren stellen aber auch die anderen Varianten der Busenvergrößerung kein Problem dar, sodass auch hier kaum sichtbare Narben zurück bleiben. Je nachdem, wie man sich entscheidet, kann das Implantat dann vor oder hinter dem Brustmuskel eingesetzt werden, wobei die letztere Variante am häufigsten angewendet wird.

Eine besondere Form der Brustvergrößerung liegt dabei z. B. dann vor, wenn kein Implantat sondern nur Eigengewebe eingesetzt wird. Dieses stammt meist aus dem Bauchbereich und reicht in einigen Fällen schon für die Vergrößerung aus.

Weiterhin werden bei der OP dann auch Drainageschläuche gelegt, über die das Wundwasser abgeleitet wird. Diese können nach etwa zwei bis drei Tagen entfernt werden. Nach etwa acht bis zehn Tagen können die Fäden gezogen werden.

Risiken der Busenvergrößerung

Da aber die Busenvergrößerung auch eine Operation darstellt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass hierbei diverse Risiken auftreten können. Darunter fallen neben einer veränderten Sensibilität der Brust selbst, die sich aber nach ein paar Wochen wieder normalisiert, auch eine übermäßige Narbenbildung, Schmerzen oder auch Allergien gegen die eingesetzten Implantate. In einigen seltenen Fällen können auch versehentlich Nerven durchtrennt worden sein. Dann kommt es zu einem vorübergehenden, in wenigen Fällen auch dauerhaften Taubheitsgefühl in der Brust. Wurde Körpergewebe verpflanzt, so kann es sowohl an der Entnahmestelle, als auch in der Brust zu Beschwerden kommen. Teilweise wird dieses auch nicht angenommen und stirbt ab.

Das Silikonkissen selbst ist mit einer Bindegewebskapsel umgeben. Diese kann sich in seltenen Fällen ebenfalls verhärten, sie kann ihre Form und Größe verändern und verkalken. Dann kommt es meist zu einer Verhärtung, die mit Schmerzen einhergeht. Unter Umständen entstehen dadurch aber nicht nur Schmerzen, sondern auch die gewünschte Form kann nicht mehr erreicht werden. Die Kapsel kann ebenfalls aufreißen, was dank moderner Materialien aber nur sehr selten vorkommt. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, dass das Implantat verrutscht oder auch die Form sich ändert. In diesen Fällen sollte man eine weitere Operation durchführen. Außerdem muss man beachten, dass die Mammographie, also das Röntgen der Brust, bei eingesetzten Implantaten erschwert wird. Dies hängt vor allen Dingen damit zusammen, dass das Silikon vergleichsweise strahlenundurchlässig ist.

 

Richtige Wahl der Klinik

Bei der Wahl der Klinik ist aufgrund der möglichen Risiken auf höchste Qualität zu achten. Benannte und anschaulich dargestellte Referenzen, ein aufklärendes Informationsgespräch vor der OP selbst und auch die genaue Erläuterung aller Schritte während der Brustvergrößerung sind deshalb schon ein erstes Anzeichen für eine empfehlenswerte Klinik. Aber auch das Vertrauen zum Arzt muss gegeben sein. Bei der Brustvergrößerung sollte man weniger Wert auf den Preis, als vielmehr auf die Qualität legen.

Nach der OP erhält man von seriösen Kliniken einen Implantatausweis. In diesem ist die genaue Zusammensetzung des eingesetzten Implantats dargestellt. Sollte es zu Problemen kommen, kann auch ein anderer Arzt mit Hilfe des Ausweises feststellen, wie weiter zu verfahren ist.

Vor und nach der Brustvergrößerung

Bilder vor und nach einer Busenvergrößerung

Brustvergrößerung vorher und nachher

Bereits einige Wochen vor der Brustvergrößerung sollte man das Rauchen einstellen und dieses auch einige Wochen nach der OP nicht wieder beginnen, da ansonsten eine schlechtere Wundheilung gegeben ist. Mindestens sechs Wochen nach der Busenvergrößerung sollten keine schweren körperlichen Arbeiten durchgeführt werden. Weiterhin sollte man auf übermäßige Belastung der Arme verzichten, um die Wundheilung nicht zu verzögern.

Auch die direkte Sonneneinstrahlung sollte in den ersten sechs Monaten nach der Busenvergrößerung vermieden werden. Durch diese kann es zu Pigmentstörungen an den Narben kommen und diese werden deutlich stärker sichtbar. Einen Spezial-BH, meist einen Sport-BH, wird man ebenfalls von einer seriösen Klinik erhalten. Diesen sollte man dann auch einige Wochen lang tragen, um den Busen zu stützen. Auch sollte man regelmäßig zu den Nachuntersuchungen gehen, um so evtl. Probleme frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

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