Frau beim Abtasten der Brust zur Brustkrebsvorsorge

Brustkrebsvorsorge: Abtasten der Brust

Eine Brustoperation kann aus den unterschiedlichsten Gründen vorgenommen werden. Besonders häufig spielt dabei aber der medizinische Aspekt eine wichtige Rolle. Hier gilt für jeden bösartigen Tumor in der Brust, dass dieser entfernt werden muss. Aber auch bei gutartigen Veränderungen ist es oft sinnvoll, eine Busenoperation durchzuführen und den Tumor zu entfernen. Denn oftmals wird hiervon ein erhöhtes Brustkrebsrisiko ausgehen, sodass auch die Ärzte immer häufiger zu einer Brust OP raten. Sollte sich der Busen nach dem operativen Eingriff verändern, so kann dieser mit einer Brustrekonstruktion wieder hergestellt werden.

 

Brustoperation oder medikamentöse Behandlung?

Zumeist handelt es sich bei den Veränderungen in der Brust um gutartige Veränderungen in der Brustdrüse. Dabei trifft man in jungen Jahren vor allen Dingen das Fibroadenom an, welches Patientinnen oftmals selbst ertasten können. Es ist meist einzeln stehend und lässt sich auch verschieben. Auf Druck empfindet die Frau hier keinen Schmerz, dennoch sollte man dies nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Sobald das Abtasten durch den Arzt, eine zusätzliche Röntgenuntersuchung oder die Ultraschalluntersuchung einen gutartigen Befund ergeben, kann man sich entweder für die Brustoperation oder auch für die alternative Behandlung entscheiden. In diesem Fall hilft oft schon die Einnahme von Verhütungsmitteln, die den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Allerdings ist diese Alternative nur dann zu empfehlen, wenn ein eindeutig gutartiger Befund vorliegt.

Leidet man dagegen an Mammazysten, die sich als Wucherungen mit einem Hohlraum zeigen, der mit Flüssigkeit gefüllt ist oder an anderen tumorartigen Veränderungen kann oft nur die Brust OP helfen. Denn hier kann nur mittels einer Gewebeentnahme, die ja auch schon eine Art der Brustoperation darstellt, eindeutig nachgewiesen werden, ob es sich um gutartige Veränderungen handelt.

Regelmäßiges Abtasten der Brust ist die beste Vorsorge

Jede gutartige Veränderung kann aber auch in eine bösartige Wucherung umschlagen. In diesem Fall ist besondere Obacht auf eine regelmäßige Untersuchung der Brust zu legen. Beim Frauenarzt erhält man oft Broschüren, die das korrekte Abtasten der Brust erklären, was eigentlich jede Frau mindestens einmal im Monat durchführen sollte.

Sobald ein Knötchen oder ähnliches ertastet wird, sollte man sich umgehend an den Frauenarzt wenden. Zwar untersucht dieser die Brust auch einmal im Jahr, doch kann die Feststellung einer Veränderung zu diesem Zeitpunkt auch schon zu spät sein. Deshalb gilt, jeder ist für sich selbst verantwortlich und sollte die Brust deshalb regelmäßig untersuchen.

Wann die Brust-OP nötig wird…

Wird eine Veränderung festgestellt, ist die Brust OP meist unumgänglich, um weiteren Schäden vorzubeugen. Gerade bei Frauen, in deren Familien bereits Brustkrebs vorgekommen ist, sollte man besonders vorsichtig und wachsam sein. Hier ist die Brust OP noch deutlich wichtiger, als bei anderen Patientinnen.

Ablauf der Busenoperation

Die Brustoperation selbst wird unter Vollnarkose durchgeführt, was natürlich mit einem gewissen Risiko für die Patientin verbunden ist. Genau aus diesem Grunde sollte man auch bereits vor der Busen OP einwilligen, dass weitere Maßnahmen durchgeführt werden dürfen. Denn so kann auch die Erweiterung der eigentlich geplanten Brustoperation in dieser einen OP durchgeführt werden, ohne die Patientin einer zweiten OP und damit einer zusätzlichen Belastung auszusetzen.

Vielfach wird nämlich erst während der Brustoperation festgestellt, dass der Knoten doch größer ist, als erwartet oder aber dass andere Komplikationen auftreten, die eine Änderung der geplanten Methode nötig machen.

Zu Beginn der Brust OP wird ein Schnitt an der Brust vorgenommen. Hierbei achten die Ärzte darauf, dass dieser an möglichst wenig sichtbaren Stellen erfolgt, sodass auch die Narben keinen allzu großen Schönheitsmakel darstellen. Unterhalb der Haut beginnt man nun, das Gewebe aus der Brustdrüse zu entfernen. Für die Beruhigung aller Frauen, die sich einer solchen Brustoperation unterziehen müssen, sei an dieser Stelle gesagt, dass die Brustwarzen bei der OP erhalten bleiben.

 

Allerdings kann man mit der operierten Brust nicht mehr stillen. Durch die Erhaltung der Brustwarze verbleibt allerdings auch ein Teil der Brustdrüsen im Körper, ein Teil des Drüsengewebes kann auch an den Achselhöhlen noch weiterhin vorhanden sein. Das heißt, hier können sich auch in Zukunft wieder neue Knötchen bilden. Dessen sollte man sich stets bewusst sein. Doch kommt eine erneute Knötchenbildung nur in den seltensten Fällen vor, sodass das Risiko doch recht gering ist.

Die Wundflüssigkeit im Operationsbereich wird mittels einer so genannten Drainage abgeleitet. Dabei kann der eingeführte Schlauch aber meist nach wenigen Tagen wieder entfernt werden.

Vorsichtsmaßnahmen vor und nach der Brustoperation

Um ein perfektes Gelingen der Busen OP zu ermöglichen, sollte man das Rauchen einige Wochen vor und nach der Brustoperation aufgeben oder zumindest stark einschränken. Unmittelbar nach der Brust OP kommt es auch häufig zu vorübergehenden Schmerzen, einer Unbeweglichkeit des Arms usw. Gerade im letzteren Fall kann dann die Krankengymnastik helfen, den Arm wieder beweglicher zu machen. In der Regel verschwinden die Probleme jedoch auch von alleine wieder, nur dauert es dann etwas länger.

Brustoperation im Bereich Schönheits-OP

Durch die Brustoperation wird oftmals ein Teil der Brust eingebüßt. Das heißt also, dass die Symmetrie der beiden Brüste nicht mehr hundertprozentig gegeben ist. In diesen Fällen entscheiden sich viele Frauen dann auch für eine weitere Brust-OP, die den kosmetischen Aspekt zur Grundlage hat. Aber auch die viel gerühmte Bruststraffung und die Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung stellen eine wichtige Form der Brustoperation dar.

Gerade in Zeiten, in denen doch sehr enge Schönheitsideale herrschen, wird die Brustvergrößerung zu einer der häufigsten Brustoperationen überhaupt, auch wenn sie nicht unbedingt medizinisch notwendig ist.

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