Trockene haut

Trockene Haut braucht besondere Pflege

Trockene Haut kann, besonders für Frauen, zur echten Plage werden. Denn anders, als beispielsweise bei fettiger Haut, lassen sich Rötungen, Pickelchen und gereizte Stellen bei trockener Haut kaum ansehnlich verstecken. Selbst mit Hilfe von Makeup ist oft nicht zu helfen, da sich Cremes und Puder in der schuppigen Oberfläche der Haut sammeln und ein Bild ähnlich einer trockenen Wüstenlandschaft hinterlassen.

Hinzu kommt das ungute Gefühl, dass die Haut spannt oder juckt und nach außen hin einfach mehr tot als lebendig wirkt. Besonders das Jucken und Brennen, das vermehrt nach der Reinigung auftritt, verleitet schnell zum Kratzen – die Haut wird verletzt und das Hautbild verschlechtert sich umso mehr.

Woran mangelt es trockener Haut?

Bei trockener Haut fehlt es an Feuchtigkeit und und Fettstoffen (sogenannten Lipiden) in der oberen Hautschicht. Daher reagiert die Haut vor allem auf äußere Einflüsse, wie Hitze, Kälte, Nässe und Sonneneinstrahlung besonders empfindlich. Viele neigen in diesem Fall dazu, aus Angst vor Verschlimmerung der Empfindlichkeit, die Pflegemaßnahmen zu reduzieren oder gänzlich einzustellen.

Doch hierbei verhält es sich ähnlich, wie bei einer Erkältung, die man anstatt sie zu kurieren einfach verschleppt: Zeitweise kann zwar Besserung eintreten, doch da die Ursache der Problems nicht behoben wird, kehren die negative Symptome immer wieder zurück.

Viel wichtiger ist es daher, auf die Schwierigkeiten der Haut einzugehen und, statt zu viel oder zu wenig zu pflegen, die Pflege auf die Bedürfnisse der trockenen Haut anzupassen. Die Folgenden Tipps sollen herbei unterstützen:

Wasser im richtigen Maß

Trockene Haut mag weder zu viel Nässe, noch ist eine zu hohe Temperatur förderlich. Bei trockener Haut sollte man daher auf lange Duschgänge und heiße Bäder möglichst gänzlich verzichten.

Speziell bei der Reinigung des Gesichts sollte nur mit lauwarmen Wasser gespült werden. Eine gründliche Reinigung morgens nach dem Aufstehen und abends, vor dem Schlafen gehen, ist vollkommen ausreichend.

Sparsame Portionierungen von Produkten

Besonders bei trockener Haut gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Sowohl Reinigungsprodukte, als auch Cremes sollten sparsam verwendet werden. Bei flüssigen oder geligen Produkten zur Reinigung reichen oft erbsengroße Portionen aus, die umso gründlicher wieder abgespült werden müssen. Bei Cremes darf man dagegen ruhig etwas großzügiger vorgehen – aber bitte die Haut nicht „zuspachteln“, denn atmen sollte sie noch können.

Cremen, cremen, cremen

Eincremen ist bei trockener Haut im Übrigen das A und O. Nach jedem Kontakt mit Wasser sollten die trockenen Hautpartien eingecremt werden. Wichtig ist, das besonders nach der Reinigung, die Haut immer vollkommen getrocknet ist bevor die Creme aufgetragen wird.

Entzündete Stellen benötigen besondere Aufmerksamkeit

Ist die Haut stellenweise bereits so geschädigt, dass sich entzündete oder dauerhaft gereizte Bereiche abzeichnen, bedürfen diese besonderer Aufmerksamkeit. In diesem Fall sollte dringend ein Hautarzt aufgesucht und um Rat gebeten werden.

Viele versuchen, die gereizten und entzündeten Stellen einfach mit einer Extraportion Creme beizukommen. In den meisten Fällen bleiben die Versuche jedoch wirkungslos. Auch wenn die Haut sich ein wenig bessern sollte, regenerieren sich die betroffenen Hautzellen meist nicht vollständig wieder und entzünden sich kurze Zeit später abermals. Als „Erste-Hilfe-Leistung“ kann Entzündungen zwar mit Bepanthen Creme geholfen werden, sollte aber auch diese Maßnahme bereits nach kurzer Zeit keine Wirkung zeigen, ist es höchste Zeit für einen Arztbesuch.


Chronischen „Ärztemeidern“ sei hierzu gesagt, dass nette Apothekerinnen zwar kompetent sein mögen, doch vor allem eines möchten – verkaufen. Wer also glaubt, sich vor dem Hautarzt drücken zu können und stattdessen direkt den Weg zur Apotheke zu nehmen, muss damit rechnen, dass er zum einen eventuell tief in die Tasche greifen muss und zum anderen gegebenenfalls nicht das passende Produkt erhält. Außerdem sollte bei beständig trockener Haut eine krankheitsbedingte Ursache besser ausgeschlossen werden, da andernfalls auch die beste Pflege ins Leere läuft.

Spezielle Pflegeprodukte

Generell sollten bei trockener Haut rückfettende Produkte, wie Milch oder Öle verwendet werden (aber sparsam, wir erinnern uns). Da trockene Haut besonders empfindlich ist, sollten alle unnötigen Zusätze in den Pflege- und Reinigungsprodukten dringlichst vermieden werden. Daher bei der Wahl von Cremes und Lotions darauf achten, dass diese parfumfrei sind.

Das Tonisieren, also das Abreiben der Haut mit Gesichtswasser nach der Reinigung, ist bei trockener Haut durchaus sinnvoll, da so Hautschuppen entfernt werden. Beim Kauf von Gesichtswasser sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass das Produkt alkoholfrei ist.

Und noch ein letzter Tipp: Cremes mit Urea sind für trockene Haut sehr zu empfehlen. Der sogenannte „Harnstoff“ ist nämlich einer der wenigen Stoffe, der die Feuchtigkeit in der Haut tatsächlich binden kann.

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