Stirnfalten operativ beseitigen

Mit zunehmendem Alter wird auch die Gesichtshaut an Elastizität verlieren. Die Folgen sind schlaffere Haut, wodurch sich insbesondere im Bereich der Stirn zum Teil tiefe Falten und Furchen bilden können. Die Augenbrauen sinken nach unten, auf der Stirn fallen tiefe Falten an und verleihen den Betroffenen einen ärgerlichen, traurigen oder müden bzw. alten Gesichtsausdruck.

Doch nicht nur das Älterwerden ist für diesen Prozess verantwortlich. Verschiedene Faktoren können den Vorgang noch erheblich beschleunigen. Hierzu gehören insbesondere UV-Licht, Gewichtsveränderungen aber auch genetische Veranlagungen der Betroffenen.

Gegen diese Falten und Furchen kann das Stirnlifting helfen, bei dem die Stirnhaut gestrafft und modelliert wird. Man erhält dadurch ein frischeres, freundlicheres und wacheres Aussehen, wobei das Stirnlifting in jedem Alter erfolgen kann.

Oftmals wird das Stirnlifting dabei auch in Verbindung mit anderen Operationen durchgeführt, wie etwa einem gesamten Facelifting oder einer Ober- bzw. Unterlidkorrektur.

Was man mit Stirnlifting erreichen kann und was nicht

Das Stirnlifting kann dabei die Falten stark verringern und auch Furchen können nahezu entfernt werden. Oftmals merken die Patienten erst nach der erfolgreichen OP, wie die durchfurchte Stirn ihr Aussehen bis dato beeinflusst hat. Um sich bereits vor dem Stirnlifting ein Bild von dem evtl. zu erreichenden Ergebnis machen zu können, kann man auch einen einfachen Trick anwenden. Dazu muss man nur die Finger über die Augenbrauen legen und diese mitsamt der Stirnhaut etwas nach oben ziehen. Das Ergebnis des Stirnlifting könnte in etwa so aussehen, wie das so erreichte Aussehen der Stirnhaut.

Allerdings kann ein Stirnlifting auch nicht sämtliche Problemzonen beseitigen. Sind Altersflecken, Aknenarben oder tiefe Fältchen vorhanden, werden diese binnen kurzer Zeit wieder auftreten. Um die Beschaffenheit der Haut selbst zu verbessern, sollte das Stirnlifting zusätzlich mit Behandlungen durch den Laser oder ein Peeling unterstützt werden. Dadurch kann das Stirnlifting auch längerfristig Erfolge erzielen.

Beim Beratungsgespräch

Das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt ist natürlich auch beim Stirnlifting unverzichtbar. In diesem sollten Patienten dem Arzt genau erläutern, welche Veränderungen sie wünschen und welche Ergebnisse sie sich vorstellen. Sind bereits früher Operationen am Gesicht durchgeführt worden, so ist der Arzt darüber genauso zu unterrichten, wie über evtl. Allergien, Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden oder ob der Patient raucht.

Der Arzt wird dann die Möglichkeiten des Stirnlifting detailliert erklären. Auch welches Verfahren in Frage kommt und welche Ergebnisse erzielt werden können bzw. welche eben auch nicht erreicht werden können. Sämtliche Fragen, die noch zum Stirnlifting bestehen, sollten in diesem Gespräch gestellt werden.

Methoden beim Stirnlifting

Um ein Stirnlifting durchzuführen, stehen dem behandelnden Arzt verschiedene Methoden zur Verfügung. Welche er jeweils anwenden wird, hängt immer von der individuellen Situation des Patienten und der Beschaffenheit der Haut ab. Dies wird in jedem Fall im Beratungsgespräch vorab geklärt.

Konventionelles Stirnlifting

Beim konventionellen Stirnlifting erfolgt ein Hautschnitt hinter der Haarlinie, also im behaarten Kopfbereich. Bei Personen, die unter Haarausfall leiden, wie bei Männern mit zurück gewanderter Haargrenze, bei Frauen mit sehr dünnem Haar oder hoher Stirn, wird der Schnitt in der Regel genau in die Haargrenze gelegt. So wird eine weitere Erhöhung der Stirn vermieden. Die Stirnhaut wird danach mit der Stirnmuskulatur von der Knochenhaut abgehoben und überflüssige Haut wird entfernt. Von innen wird die Stirnmuskulatur dann geglättet und die Wunde mit Fäden oder Klammern wieder verschlossen. Zuletzt wird dann ein Kopfverband zum Schutz der Wunden angelegt, der binnen ein bis zwei Tagen wieder entfernt werden kann.

Temporales Stirnlifting

Bei dem temporalen Stirnlifting, welches häufig auch als Schläfenlifting bezeichnet wird, erfolgen Schnitte in der Schläfenregion. Von hier aus erfolgt dann der Zugang zur Stirn. Die hierbei entstehenden Narben sind so gering, dass sie kaum wahrgenommen werden können. In der Schläfenregion kann überschüssige Haut entnommen werden und die Stirnhaut kann über den Zugang sehr einfach geglättet und gestrafft werden. Oftmals wird diese Methode in Kombination mit einem Mittelgesichts-Lifting eingesetzt. Hierbei erfolgen zusätzlich noch Schnitte im Bereich des Mundvorhofs.

Endoskopisches Stirnlifting

Beim endoskopischen Stirnlifting wird ein Endoskop unter die Stirnhaut geführt. Damit wird der Bereich für den Arzt sichtbar. Hautschnitte erfolgen dann im Bereich der behaarten Kopfhaut, durch die weitere Geräte eingeführt werden, mit denen die Stinrhaut geglättet und modelliert werden kann. Das Ganze wird dann mit Klammern verschlossen und so heilt die Haut nach dem endoskopischen Stirnlifting auch schnell wieder ab.

Krankenhausaufenthalt beim Stirnlifting

Das Stirnlifting stellt eine Operation dar, die in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt wird. Deshalb ist es ratsam zur Beobachtung mindestens eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben. Auf Wunsch und je nach gesundheitlicher Verfassung, ist aber auch eine Entlassung am Tag der Operation möglich.

Die Schmerzen, die nach der Operation auftreten, halten sich in aller Regel in Grenzen. Sie können bei einigen Patienten jedoch verstärkt auftreten, wobei man ihnen jedoch mit den entsprechenden Medikamenten sehr gut entgegen wirken kann.

Nach dem Stirnlifting

In der Regel treten nach dem Stirnlifting Schwellungen rund um die Augenpartie auf, die aber meist binnen weniger Tage wieder verschwinden. Auch leichtere blaue Flecken können hierbei auftreten. Diese lösen sich jedoch meist ebenfalls nach etwa zwei Wochen wieder vollständig auf.

Zum Teil können auch Spannungsgefühle in der Stirnhaut und im Bereich der Augenbrauen nach einem Stirnlifting auftreten. Zum Teil sind auch Gefühlsminderungen möglich, die sich aber ebenfalls innerhalb einiger Wochen wieder normalisieren sollten. Körperliche Anstrengungen sollten in der ersten Zeit nach dem Stirnlifting vermieden werden. Will man sich dann wieder an solche heran wagen, sollte man es langsam angehen, da sich dies sonst negativ auf die Narbenheilung auswirken könnte.

Die Hautnarben sind zu Beginn noch rosafarben, werden aber immer heller, bis sie schließlich weiß werden. Da sie aber im behaarten Bereich der Kopfhaut liegen, sind sie ohnehin nicht sichtbar. Die beim Stirnlifting verwendeten Fäden werden in der Regel binnen zwei Wochen aufgelöst. Je früher man mit dem Waschen der Haare beginnt, desto früher lösen sich auch die Fäden auf.

Stirnlifting wiederholen?

Entscheidet man sich für ein Stirnlifting hat man erst einmal für einige Jahre Ruhe. Dennoch kann man den Alterungsprozess nicht aufhalten, sodass die Falten sich nach einiger Zeit erneut bilden. Hier kommt es aber immer auf den Einzelfall an. Während einige Personen nur einmalig ein Stirnlifting benötigen, kann bei anderen eine Wiederholung der Behandlung nach etwa sieben bis 15 Jahren erforderlich werden.

Risiken beim Stirnlifting

Das Stirnlifting stellt natürlich eine operative Maßnahme dar, die auch mit bestimmten Risiken verbunden ist. So kann es hier durchaus zu Blutungen der Wunden kommen, auch blaue Flecken können auftreten. Ebenfalls ist die Bildung von Hämatomen, also Blutansammlungen unter der Haut möglich. Infektionen können ebenfalls auftreten, sobald ein Schnitt in die Haut gemacht wird. Dennoch treten all diese Komplikationen nur äußerst selten auf und werden dank moderner Techniken beim Stirnlifting auch immer weiter reduziert. Zum Teil kann es auch zum Verlust der Haare im Bereich der Narbenbildung kommen. Dies sollte insbesondere bei Patienten mit dünnem Haar vor dem Stirnlifting genau abgewägt werden.

Kosten beim Stirnlifting

Die Kosten beim Stirnlifting muss der Patient in der Regel selbst tragen. Hier springt die Krankenkasse nicht ein. Sie belaufen sich je nach individueller Behandlung auf etwa 2.000 bis 3.000 Euro. Man kann dabei aber durchaus verschiedene Angebote einholen, um einen guten Vergleich der Preise zu erhalten. Dennoch sollte man nicht unbedingt das billigste Angebot nutzen. Wichtiger ist die bestmögliche Ausbildung und Erfahrung des behandelnden Arztes, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

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