Haar-Extensions anbringen

Die Möglichkeiten der Haarverlängerung mit Extensions sind mindestens genauso vielfältig wie die Wünsche der Kundinnen und nahezu für jede Vorstellung ist etwas dabei.

Schweiß- oder Selector-Methode

Die wohl am häufigsten ausgewählte Methode für den Traum von verlängertem Haar. Hierbei werden Strähnen verwendet, die eine Verbindungsstelle, sogenannte Bondings, besitzen, die aus Polymer besteht, das beim Zusammenkommen mit Wärme weich wird und sich mit dem Eigenhaar verbindet. Die Strähne wird an eine Strähne des eigenen Haares gelegt und mit einer Wärmezange an der Stelle mit dem Polymer für ein paar Sekunden angedrückt. Die zuvor erwärmte Stelle kühlt sich schnell wieder ab und der Friseur dreht mit den Fingern die noch lauwarme Verbindungsstelle, so dass das Bonding rund wird und es zu keinen unebenen Stellen kommt. Bei diese Methode wird Strähne für Strähne einzeln vorgegangen.

 

Laserbeamer XP-Methode

Dies ist eine besonders schnelle Methode der Verlängerung des eigenen Haares. Bis zu acht Strähnen gleichzeitig können hierbei am Eigenhaar angebracht werden mit Hilfe des Laserbeamers. Ähnlich der Schweißmethode werden die mit einer polymeren Schicht ausgestatteten Kunsthaare am Eigenhaar angelegt, dann mit dem Laserbeamer erhitzt und sind nun verbunden. Dieses verfahren wird ausschließlich vom Erfinder „Hairdreams“ angeboten.

Eurolocs / Easy Hair

Diese Methode ist eine kalte Methode, da keinerlei Wärmeeinwirkung auf das Naturhaar ausgeübt wird. Das Haar wird abgetrennt und die zu befestigenden Strähnen werden an das eigene Haar angeklipst. Nun wird die Extensionssträhne mit Hilfe eines Einfädelgerätes, ähnlich einer Nähnadel, durch einen eigenentwickelten Mikroring gezogen und mit Hilfe dieses kleinen Rings am Naturhaar befestigt, ohne die Verwendung von Kleber bzw. Polymer.

Microrings

Auch dieses Verfahren ist eine kalte Methode. Es werden kleine Kunststoffringe (Microring) mit Hilfe einer Nadel, die einen Widerhaken besitzt, aufgenommen und dann die einzelne Echthaarsträhne durch diesen Ring hindurch gezogen, so dass der Microring locker auf der Strähne sitzt. Nun wird die Kunsthaarsträhne, die der Dicke der Echthaarsträhne, an die sie angebracht werden soll, besitzt, unter den Mikroring hindurch gesteckt. Mit einer Zange wird der Ring nun fest zusammengedrückt, so dass die Kunsthaarsträhne fest mit dem Mikroring und der Echthaarsträhne zusammen gepresst ist.

Diese Methode wird von vielen Verwenderinnen aufgrund des leichten Wiederentfernens empfohlen. Denn zum Entfernen wird der Microring einfach in die andere Richtung mit der Zange wieder aufgedrückt und schon lässt sich die Kunsthaarsträhne herausziehen.

Als Nachteil dieser Methode wird der weniger gute Halt, beispielsweise im Vergleich zur Schweißmethode, genannt. Ein weiterer Nachteil soll das Gewicht der Microringe sein. Meistens werden mehr als hundert Stück solcher Ringe bei einer Haarverlängerung verwendet, was laut vieler Verwenderinnen im Gesamten für den Kopf ein hohes Gewicht bedeutet.

Shrinkies

Hier wird die Eigenhaarsträhne in einen Schlauch gezogen (englisch to shrink= aufziehen), an dem sich die Kunsthaarsträhne befindet. Anschließend wird mit einer Wärmezange der Schlauch, der aus Kunststoff besteht, erhitzt und so ist das Kunst- mit dem Eigenhaar verbunden.

Ultraschallmethode

Die Ultraschallmethode gilt im Moment als einer der Schonendsten. Dabei wird Kunsthaar verwendet, dass an seiner Verbindungsstelle Keratin besitzt, welches beim Zusammenkommen mit der Echthaarsträhne mit einem Ultraschallgerät beschallt wird und sich dann mit dem Eigenhaar, ohne Chemie und Hitze, verbindet.

HairTalk

Das ist eine neu entwickelte Methode, die ebenfalls als schonend und schnell gilt. Mit einer Art Klettband werden mehrere an diesem Band befestigte Kunsthaarsträhnen am Ansatz des eigenen Haares angelegt. Und mit Hilfe des speziellen Klebers werden mit einem Arbeitsschritt die vielen Kunststrähnen am eigenen Haar befestigt und wachsen mit.

 

Haarverlängerungen zum Wiederherausnehmen – Tressen

Clip-in-Extensions: Möchte man seine eigenen Haare nicht einer Prozedur beim Friseur aussetzen oder möchte man nur für einen besonderen Abend langes Haar, so kann man sich die vorgefertigte Haarverlängerung aus dem Friseurshop oder Drogeriemarkt holen.

Dort gibt es fertige Tressen, an denen sich in einer Breite von meist 5-15 cm Kunsthaarsträhnen befinden. Die Tressen gibt es in allen gängigen Haarfarben und sie lassen sich dank angebrachter Klips, ähnlich einer Haarspange, am Haaransatz anklipsen. Dann legt man das Eigenhaar Strähne für Strähne drüber und fertig ist die problemlos wieder abnehmbare Haarverlängerung.

Natürlich ist der Halt nicht mit dem einer professionellen, dauerhaften Haarverlängerung vergleichbar. Möchte man einmal schnell seine Haare länger erscheinen lassen, so ist dies eine gute und preisgünstige Variante. Denn entsprechende Tressen für eine gesamte Haarverlängerung erhält man bereits ab 30 Euro.

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