Jeder Hauttyp braucht eine individuelle Pflege

Haut ist nicht gleich Haut. Vor allem die oftmals empfindliche und wankelmütige Gesichtshaut weist immer wieder typische Charakteristika und Eigenarten vor, die sich von Mensch zu Mensch sehr stark unterscheiden können. Trotzdem lässt sich Haut in verschiedene und grundlegende Typen unterteilen (Hauttypen). Diese erleichtern einem nicht nur die richtige Handhabung mit der eigenen Haut, sondern auch die Suche nach der richtigen Kosmetik- und Pflegeserie, da viele Produkte auf bestimmte Hauttypen ausgelegt sind.

 

Spricht man von Hauttypen, ist in der Regel die Rede von empfindlicher, trockener und von fettiger Haut. Eine weitere Hautklasse ist die Mischhaut, die – wie der Name es schon erahnen lässt – verschiedene Hauttypen vereint. Aber wo genau finden sich die Unterschiede im Detail? Welche Eigenarten und Charakteristika weist welcher Hauttyp auf? Und wie sollte man ihn im Speziellen pflegen?

Empfindliche Haut – weniger ist oft mehr

Empfindliche Haut, oft auch als sensible Haut betitelt, macht sich vor allem durch ihre Sensibilität bemerkbar. Sie reagiert oft und stark auf äußere Einflüsse – etwa durch Rötungen, Ausschläge und andere Reizungen. Sensible Haut kann aber auch mit Trockenheit, Juckreiz, Schuppungen und Spannungen negativ reagieren. Das erschwert oft nicht nur den Alltag, vor allem in etwas „schwierigeren“ Jahreszeiten wie dem Winter oder dem Sommer, sondern auch die Suche nach einer geeigneten Reinigungs- und Pflegeserie.

Leider ist sensible Haut, neben der fettigen Haut, mitunter der problematischste Hauttyp. Sie reagiert nämlich nicht nur auf schädliche oder reizende Begebenheiten, sondern oft auch auf Stoffe, die eigentlich pflegen oder „verschönern“ sollen.

Deshalb sind alle Pflegeserien, die für empfindliche Haut bestimmt sind, stets sehr sanft und neutral gehalten. Bei diesen wird meistens auf chemische und zu aggressive Zusatzstoffe verzichtet. Das Augenmerk liegt hier voll und ganz auf der Natürlichkeit und Sanftheit der Pflege – denn diese soll die Haut pflegen aber keinesfalls zusätzlich reizen. Hinzu kommt, dass sich sensible Haut schnell überpflegen lässt. Hier ist weniger also oft mehr und es sollte darauf geachtet werden, dass die Pflegeprodukte bei empfindlicher Haut frei von Duftstoffen und Konservierungsmitteln sind.

Trockene Haut – rein, robust und doch empfindlich

Die wohl „beste“ Eigenschaft von trockener Haut ist ihre Reinheit. Denn aufgrund der nur sehr bedingten Eigenproduktion von Fett und Öl sind verstopfte Poren und Hautunreinheiten bei trockener Haut eine Seltenheit. Der Nachteil von trockener Haut ist aber der, dass diese zeitgleich aufgrund dieser positiven Eigenschaft sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen ist und sich spröde und rissig anfühlen kann.

Trockene Haut produziert zu wenig körpereigene Fette und Öle, die die Haut geschmeidig halten und vor Kälte, Verletzungen und anderen Schädigungen schützen. Dennoch ist trockene Haut oft alles andere als sensibel. Sie ist, was ihre Pflege angeht, eigentlich sehr anspruchslos – solange sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird, um Spannungen der trockenen Haut zu vermeiden.

Vermieden werden sollten unbedingt Pflege- und Kosmetikprodukte, die die Haut zusätzlich austrocknen. Bestes Beispiel hierfür sind Peelings oder Masken gegen Unreinheit. Denn: Diese trocknen die Haut meistens aus, da sie ihr Öle und Fette entziehen. Gleiches gilt für warmes Wasser – trockene Haut sollte mit kühlem Wasser gereinigt werden. Zudem neigt trockene Haut sehr schnell zur Faltenbildung, ist recht glanzlos und weist ein ständiges Spannungsgefühl auf.

Fettige Haut – Pickel, Mitesser und Unreinheiten

Fettige Haut lässt sich meistens durch einen unreinen, glänzenden und leicht öligen Teint erkennen. Zudem ist sie sehr großporig und neigt zu Pickeln und unschönen Mitessern. Eine geeignete Hautpflege sollte hier vor allem den Überschuss an körpereigenen Fetten und Ölen auspendeln und Hautunreinheiten entgegenwirken.

Dazu eignen sich Pflegeserien mit sehr geringem Fettanteil und ein regelmäßiges Reinigen mit warmem Wasser. Cremes, Hautmasken und Lotionen mit hohem Fettanteil sollten übrigens unbedingt gänzlich gemieden werden. Empfehlenswert ist hingegen alkoholhaltiges Gesichtswasser, mit welchem die Haut ein- bis zweimal täglich gründlich und porentief gereinigt wird.

Unreinheiten, Entzündungen und Co. sind typisch für fettige Haut. Allerdings ist es wichtig, diesen niemals selbst „ausdrückend“ zu Leibe zu rücken. Hier kann auf verschiedene Reinigungsprodukte zurückgegriffen werden – wie Peelings und Masken, die der Fettigkeit und den Verstopfungen entgegen greifen und abgestorbene Hautzellen lösen. Hierzu eignen sich auch regelmäßige Dampfbäder, die ebenfalls eine porentiefe Reinigung der Haut bewirken und das Hautbild verfeinern. Ausgedrückt werden sollten Mitesser aber nach wie vor nur von einer erfahrenen Kosmetikerin.

Mischhaut – der wankelmütige Hauttyp

Unter Mischhaut versteht man wohl den „wankelmütigsten“ aller Hauttypen. In der Regel trägt Mischhaut ihren Namen, weil sie zu verschiedenen Teilen normale, trockene und/oder fettige Haut aufweist. Meistens unterscheiden sich die Wangenpartien dabei zum Beispiel von der Kinn-, Stirn– und Nasenpartie. Jedoch kann Mischhaut auch anders „zusammengestellt“ sein. Das Problem ist, dass Mischhaut daher unter Umständen alles andere als pflegeleicht sein kann. Es gibt solche und solche Mischhaut und daher auch Mischhaut, die mit handelsüblicher Pflege für Mischhaut bestens umsorgt ist. Es gibt aber auch Mischhaut, die sehr wählerisch ist. Sie muss zum Teil mit einer speziellen Pflegeserie für jede andersartige Hautpartie gepflegt werden.

 

Übergreifend sollte bei der Pflege von Mischhaut stets auf geeignete Produkte, auf kühles Wasser und auf mehr oder weniger fettarme Pflegeserien gesetzt werden. Der Grund: Meistens handelt es sich um ein Gemisch aus normaler und fettiger Haut. Falls notwendig, etwa wenn trockene und sensible Hautpartien vorhanden sind, müssen diese jedoch gesondert versorgt werden. Alkoholhaltiges Gesichtswasser sollte man bei Mischhaut aber unbedingt vermeiden – beziehungsweise, es sollten wirklich ausschließlich die fettigen Partien mit diesem behandelt werden.

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