Vorbereitung einer Haarfärbung

Es gibt kaum einen wirksameren Weg für eine Typveränderung als sich die Haare zu färben. Je nachdem welche farbliche Veränderung man wählt, kann nach der Coloration eine komplett neue Frau zum Vorschein kommen. Aber auch wenn man nur eine Veränderung um eine Nuance wählt, kann das Ergebnis verblüffend sein. Doch wie ändere ich meine Haarfarbe so, dass mein Haar gesund bleibt und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin? Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie ihre Haare richtig colorieren können, bevor es für teures Geld zum Friseur gehen muss.

Tönung oder Coloration?

Möchte man seine Haarfarbe nur kurzfristig ändern oder ist sich noch unsicher, ob die Farbnuance einem auf Dauer auch gefällt, hat man die Möglichkeit, eine Tönung zu verwenden. Die ist im Unterschied zur Färbung auswaschbar. Dementsprechend schnell verblasst natürlich auch die Farbe und damit auch meist der Glanz.

Längere Haltbarkeit bei Coloration

Colorationen sind wesentlich länger haltbar und lassen das Haar meist länger glänzen. Der Unterschied liegt einfach darin, dass eine Tönung auf das Haar aufgetragen und die Farbpigmente sich auf dem Haar absetzen.  Die Coloration hingegen durchdringt das Haar und ersetzt die natürlichen Farbpigmente, da hier ein chemischer Prozess mit Oxidationsmitteln und gegebenenfalls Ammoniak stattfindet. Damit lässt sich die Coloration im Gegensatz zur Tönung nicht rauswaschen.

Mit dem Nachwachsen der Haare wird man sehen, dass der dann uncolorierte Haaransatz zum Vorschein kommt,  so dass man in regelmäßigen Abständen den Ansatz nachfärben muss, vor allem wenn der Unterschied zur ursprünglichen Farbe sehr groß ist.

Der Friseur bietet meist Tönungen, Intensivtönungen und Colorationen an. Im Handel findet man ebenfalls verschiedene Bezeichnungen auf den Packungen, die oftmals verwirrend sind. Hier sollte man wissen: Sobald Entwickler und Farbe angemischt werden müssen, handelt es sich um eine Coloration. Eine Tönung ist bereits fertig in der Flasche, Tube oder auch einem Schaumspender und lässt sich sofort auftragen.

Welche Coloration passt zu mir?

Diese Frage sollte man sich unbedingt stellen, bevor man die Haarfarbe wechselt. Kurzschlusshandlungen werden oft bereut. Vor allem bei sehr extremen Haartönen wie Blauschwarz oder sehr hellem Blond sollte man sich wirklich sicher sein und sich auch nicht scheuen, Freunde zu Rate zu ziehen. Insbesondere, weil eine Haarcoloration nicht auswaschbar ist.

Wer beispielsweise einen extremen Wechsel von hell auf dunkel vollziehen möchte, sollte bedenken dass der Teint harmonieren muss, Augenbrauen und Wimpern angepasst werden müssen und vielleicht einige Umstellungen bezüglich der Garderobe nötig sein werden.

Dies gilt auch für einen Wechsel zu hellblonden Haaren, wobei dies meist ohnehin nur durch eine Blondierung zu erreichen ist. Grundsätzlich ist es einfacher seine Haare dunkler zu färben, als heller zu bekommen. Auch die eigene Ausgangsfarbe hat entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Je dunkler die ursprüngliche Haarfarbe, desto dunkler wird auch das Ergebnis ausfallen. Auf den im Handel erhältlichen Produktverpackungen sind meist Beispiele, bezüglich der verschiedenen möglichen Ergebnisse abgebildet. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte sich vor dem Haare Färben beim Friseur beraten lassen.

Friseur oder selber Haare mit Coloration färben?

Hat man sich dann für eine neue Farbe entschieden, stellt sich die Frage, ob man seine Haare vom Experten färben lässt oder die Sache mit der Coloration selbst in die Hand nimmt.

Der Vorteil beim Gang zum Friseur besteht vor allem darin, dass man von seinen Erfahrungen profitieren kann. Im Idealfall bekommt man hier eine gute Beratung und die Farbe wird exakt aufgetragen. Auch sind meist die Produkte, die im Friseursalon verwendet werden von sehr guter Qualität. Aber auch die in der Drogerie erhältlichen Colorationen sind inzwischen ähnlich gut, wenn man auf No-Name-Produkte verzichtet.

Vor allem bei längeren Haaren empfiehlt es sich, eine gute Freundin für das Auftragen um Hilfe zu bitten, damit beispielsweise auch die Haare am Hinterkopf perfekt abgedeckt werden oder sonstige Ungleichmäßigkeiten vermieden werden. Im Vergleich zum Friseurbesuch kann man so eine Menge Geld sparen, da eine Coloration sehr schnell die 100 Euro Grenze überschreiten kann.

Allergische Reaktionen ausschließen

Schon der Kauf einer Coloration ist entscheidend für das Ergebnis. In jeder Haarfarbe steckt auch eine Menge Chemie, selbst wenn die meisten Hersteller sehr viel Werbung machen für “schonende” und “pflegende” Produkte.

Unbedingt verzichten sollte man auf Haarfärbemittel, die Ammoniak enthalten. Dies ist nicht nur schädlich sondern trägt zu einem unangenehmen Geruch bei, der erst durch mehrmaliges Ausspülen langsam verschwindet. Aber auch Colorationen ohne Ammoniak können allergische Reaktionen auslösen. Deswegen ist es unerlässlich das Produkt vor dem erstmaligen Gebrauch zu testen. Dies tut man, indem man eine kleine Menge des Mittels auf eine unauffällige Hautstelle aufträgt und beobachtet, ob dann etwa eine Hautrötung oder ähnliches entsteht.

Die richtige Anwendung der Coloration

Für das Färben sollte man möglichst ein altes T-Shirt tragen und zusätzlich seine Kleidung mit einer Folie abdecken, da eine Coloratin chemische Stoffe wie Ammoniak und Oxidationsmittel enthält. Es empfiehlt sich die Haare vor dem Färben gründlich zu waschen und gut durchzukämmen. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn die Haare handtuchtrocken sind.Schon während man die Coloration laut Packungsanweisung anmischt, sollte man haltbare Plastikhandschuhe tragen, um Flecken auf der Haut zu vermeiden.

Coloration aufs Haar auftragen

Dann beginnt man mit dem strähnenweisen Auftragen vom Ansatz bis zu den Spitzen. Bei bereits gefärbten Haaren sollt man zuerst die Farbe am Ansatz etwas einwirken lassen und dann die Längen und Spitzen färben um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Das Auftragen gelingt am besten mit einem hierfür geeigneten Pinsel, der im Handel preisgünstig erhältlich ist.

Haarfarbe gründlich auswaschen

Nach der Einwirkzeit, die nach Möglichkeit 30 Minuten nicht überschreiten sollte, müssen die Haare gründlich mit lauwarmem Wasser ausgewaschen werden bis keine Farbreste mehr zu sehen sind. Eine Pflegespülung ist bei den meisten Colorationen mit dabei. Sie kann man nun einmassieren, 2 – 3 Minuten einwirken lassen und dann ebenfalls gründlich ausspülen. Sie bewirkt eine einfache Kämmbarkeit und zusätzlichen Glanz für das Haar.

Etwaige Farbflecke an Hals, Stirn oder Ohr entfernt man am besten mit Gesichtswasser oder Augen-Makeup-Entferner.

Nach dem Färben

Befolgt man die Regeln, sollte man eigentlich das gewünschte Ergebnis erzielen können. Hin und wieder kann es trotzdem zu einem unerwünschten Effekt kommen, wie etwa einem Rotstich statt des gewünschten Braun oder einem fleckigen Eindruck, dies ist abhängig von der Ausgangshaarfarbe und der Einwirkzeit der Coloration. Hier hilft eigentlich nur das erneute Überfärben mit einem dunkleren Farbton, wobei dies auch zur Überstrapazierung des Haars führen kann. Von Produkten, die die Farbe wieder “herausziehen” ist abzuraten, da sie das Haar noch zusätzlich schädigen.

Pflege von coloriertem Haar

Aber auch wenn man nun die gewünschte Haarfarbe hat, sollte man etwas dafür tun, sie zu erhalten. Spezielle Shampoos und Spülungen für coloriertes Haar sollten nun angewendet werden. Sie wirken dem Verblassen von Farbe und fehlendem Glanz entgegen. So pflegend und komfortabel moderne Haarfärbemittel auch sind, so sind sie doch immer noch eine zusätzliche Belastung für das Haar. Deswegen sollte man zusätzlich einmal pro Woche eine gute Haarkur verwenden.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren