Fingernägel lackieren

Fingernägel lackieren

Schöne Nägel sind mit ein Zeichen für ein gepflegtes Äußeres bei Frauen. Doch ist das Nägellackieren nicht total easy und jeder Dame quasi schon in die Gene gelegt worden? Nicht unbedingt. Denn die richtige Technik sorgt nicht nur für eine glanzvolle Optik, sondern auch dafür, dass der Nagellack länger hält, keine Streifen oder Bläschen wirft und die Nägel vor allem gesund aussehen lässt – und das auch dann, wenn unter dem Nagellack vielleicht doch gerade nicht der Optimalzustand herrscht.

 

Die richtige Grundlage schaffen

Bevor es an Farbe und Pinsel geht, muss – wie auf der Baustelle auch – erst einmal der Untergrund stimmen. Vor dem Lackieren sollten die Fingernägel zunächst gründlich gereinigt und von Fetten und Ölen befreit werden. Ein acetonfreier Nagellackentferner eignet sich hierzu am besten. Aceton schädigt die Fingernägel im Übrigen nur unnötig, weshalb acetonhaltige Nagellackentferner vermieden oder zumindest nur in Notfällen benutzt werden sollten.

Form vor Farbe

Die richtige Form sorgt für eine schönere Optik und lässt den Nagellack erst richtig zur Geltung kommen. Daher sollten die Nägel bereits vor dem Lackieren gestutzt und in Form gebracht worden sein. Jetzt ist also noch einmal die passende Gelegenheit, unerwünschte Ecken und Kanten abzurunden oder gerissene Stellen im Nagel mit der Feile zu bearbeiten. Im nächsten Schritt geht es dann an die letzte Feinarbeit vor dem Pinseln.

Fingernägel polieren

Je sauberer und ebener die Nageloberfläche, desto schöner wird meist das Ergebnis nach der Lackierung. Daher bietet es sich an, die Nägel vor dem Lackieren auf Hochglanz zu polieren. Sogenannte 3-in-1 Feilen sind für diesen Job die beste Wahl. So werden die winzigen Rillen der Naturnägel glatt gebügelt, was die Nägel gesünder wirken lässt und dem Lack später mehr Glanz verleiht.

Die richtige Vorarbeit schützt Nagel und Lack

Zwischen Naturnagel und dem Farblack sollte auf jeden Fall eine Schicht Unterlack aufgetragen werden. Den gibt es in transparent oder in leicht milchig-weiß. Letzterer lässt besonders helle Farben beim anschließenden Farblack noch kräftiger leuchten. Der Unterlack sorgt nicht nur dafür, dass der Farblack länger hält, er schützt den Fingernagel auch vor Verfärbungen und Schädigungen durch eventuell enthaltene Chemikalien in den Pigmenten des Farblacks. Der Unterlack sollte mindestens fünf Minuten gut durchtrocknen, bevor es weiter geht.

Endlich Farbe!

Ja meine Damen, endlich ist es soweit. Nach der ganzen Vorarbeit darf es nun an die eigentliche Farbe gehen. Dabei gilt: Helle Farben sind genügsamer, während es sich bei dunklen Nagellacken meist empfiehlt eine zweite Schicht aufzutragen. Hierbei ist es es allerdings noch wichtiger, dass die erste Lackschicht genügend Zeit zum Trocknen erhält, als beim Unterlack. Wer wirklich sicher gehen möchte wartet bestenfalls zehn Minuten – und Pfoten weg von einfach allem, außer vielleicht dem Einschaltknopf des Fernsehers.

Versiegelung drüber – fertig!

Zu guter Letzt sollte die Farbe noch mit einer dünnen Schicht Ober- oder Schutzlack versiegelt werden. Dieser erfüllt fast denselben Zweck, wie der Unterlack, nur dass hierbei vor allem die Farbe vor dem Abblättern geschützt werden soll.

Tipps zur Technik

Entgegen jeder natürlichen Eingebung, wenn man sein Fläschchen Farbe zur Hand nimmt, sollten Nagellacke nicht geschüttelt, sondern in den Händen gerieben werden. So verteilen sich die Farbpigmente gleichmäßiger und die Bildung kleinster Luftbläschen im Lack wird verhindert. Auch das Auf-den-Kopf-stellen haben Nagellacke nicht so unheimlich gern.

Lackiert wird übrigens von der Nagelmitte, möglichst in einem Zug, zum Nagelrand. Dabei sollte der Nagellack so dünn, wie möglich und so dick, wie nötig aufgetragen werden. Je dicker die Schicht, desto unebener und unsauberer wird das Ergebnis meist. Wenn die Farbe gar nicht kräftig genug sein kann, sollten lieber mehrere dünne Schichten aufgetragen werden – die natürlich jedes Mal erst gut durchtrocknen müssen, bevor es an die nächste Lackschicht geht.

 
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