Orange oder Pfirsich?

Cellulite ist wohl der Alptraum jeder Frau. Das Gemeine an diesen körperlichen Veränderungen ist, dass fast ausschließlich Frauen davon betroffen sind. Das liegt vor allen Dingen an dem Aufbau der Haut, der ganz anders ist, als bei der männlichen Haut. Beim Mann werden die Kollagenfasern netzartig ineinander verwoben, bei der weiblichen Haut dagegen sind diese parallel nebeneinander angeordnet. Dadurch können sich die Fettzellen, die ebenfalls vermehrt bei Frauen auftreten, zwischen diese Fasern schieben. Wenn sie zu groß werden, können sie nicht mehr in der Unterhaut festgehalten werden, wodurch sie als hässliche Dellen an die Oberfläche wandern.

Faktoren, die Cellulite begünstigen

Die Bildung von Cellulite wird dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst. An erster Stelle sei dabei die genetische Veranlagung genannt. Bereits durch diese reagieren einige Frauen stärker, andere Frauen weniger stark auf diverse Faktoren, die zur Bildung von Cellulitis beitragen. Die ungesunde und zu fette Ernährung ist ein wesentlicher Grund für Cellulite. Durch den massiven Genuss von Tabak und Nikotin wird diese ebenfalls positiv beeinflusst, da sich hierdurch die Blutgefäße verengen. Aber auch zu wenig Bewegung sorgt für erhöhte Cellulite.

Bewegung und gesunde Ernährung sind die einfachste Variante gegen Cellulitis zu kämpfen

Solange die Cellulitis noch nicht übermäßig ausgeprägt ist, hilft oft die Umstellung der Ernährung und der Lebensgewohnheiten. Verbunden mit Sport können sich Fettzellen ab- und Muskelzellen aufbauen. Die Muskelzellen verbrauchen dabei auch im Ruhezustand Energie, sodass dadurch kein neues Fett angesetzt werden kann. Hält man sich an diese Umstellung, wobei man aber keinesfalls auf Radikaldiäten setzen sollte, die meist nur zum bekannten Jojo-Effekt führen, sollte sich nach kurzer Zeit eine merkliche Besserung ergeben.

Cremes und Salben

Auch werden von den unterschiedlichsten Herstellern diverse Cremes und Salben angeboten. Diese sollen dann angeblich für eine Verringerung der Cellulite sorgen. Doch schaffen die Cremes es kaum, bis in die Unterhaut, wo die Cellulite sitzt, einzudringen und können laut Experten auch keine sehenswerten Ergebnisse bringen.

Endermologie

Eine Methode, die sich durchgesetzt hat, ist dagegen die so genannte Endermologie. Dabei wird ein spezielles Gerät eingesetzt, welches die betroffenen Hautpartien massiert. Dadurch wir die Durchblutung des Bindegewebes angeregt und dessen Funktionen werden wieder aktiviert. Außerdem werden die Stoffwechselprozesse im Bindegewebe stimuliert. Doch auch der Lymphsystemkreislauf stimuliert wird und die Blutzirkulation angeregt wird, können Nährstoffe besser zu den einzelnen Zellen transportiert werden. Auch kann das Bindegewebe damit gestärkt werden. Ebenfalls wird die Produktion von Kollagen und Elastin angekurbelt, sodass die gesamte Haut beginnt, sich zu glätten. Die Methode läuft praktisch ohne Risiken und Nebenwirkungen ab, sollte aber beim Fachmann durchgeführt werden. Denn Geräte für zu Hause, fallen bei den meisten Experten schlicht und ergreifend durch.

Body Wrapping

Eine weitere Methode zur Cellulite Bekämpfung stellt das so genannte Body Wrap dar. Diese Angebote findet man meist im Kosmetiksalon oder Wellnesseinrichtungen. Der Körper wird dabei mit Kompressionsverbänden, die mit einer speziellen Lösung getränkt sind umwickelt. Durch das Einwickeln entsteht unter dem Verband Wärme, sodass die Haut beginnt, zu schwitzen. Durch dieses Schwitzen wiederum werden Abfallprodukte an die Oberfläche befördert und können so abtransportiert werden. Nicht geeignet ist das Body Wrapping während der Schwangerschaft oder wenn die Patientin auch unter Krampfadern leidet. Für das Wickeln selbst sollte man ausgebildete Fachkräfte Hand anlegen lassen.

Zwar gibt es auch Body Wrap Sets für zu Hause, doch taugen diese nach Expertenmeinung nicht viel. Zudem muss eine spezielle Technik beim Wickeln angewendet werden, durch die keinerlei Falten im Verband entstehen. Denn durch Falten kann Druck auf die Lymphdrüsen ausgeübt werden, wodurch die Durchblutung gestoppt wird. Der Verband muss dann eine Weile auf der Haut verbleiben. In dieser Einwirkphase kann man sich ruhig entspannen, mit einem guten Buch oder einer Unterhaltung. Wichtig ist nur, dass man ruhig liegen bleibt.

Zellulipolyse

Helfen diese gefahrlosen Methoden nicht mehr bei der Bekämpfung der Cellulite, so bleibt nur der Weg unters Messer. So stellt die Zellulipolyse eine wichtige OP-Methode dar. Dabei werden zwei Nadeln in die Haut eingestochen. Zwischen ihnen soll sich dann ein Spannungsfeld aufbauen, welches das Unterhautfett in dessen einzelne Bestandteile zerlegen soll. Dabei erkennen gut 70 bis 80 Prozent der behandelten Frauen eine deutliche Besserung. Diese tritt allerdings erst nach etwa drei Monaten Behandlung mit wöchentlichen Sitzungen ein. Zudem sollte man diese Variante nur vom ausgebildeten, am besten spezialisierten Facharzt durchführen lassen. Hier sollte man vorab ein Gespräch mit mehreren Ärzten durchführen, um sich auch wirklich für den richtigen zu entscheiden.

Fettabsaugung (Liposuktion)

Oft wird auch die Fettabsaugung gewählt. Dabei hilft diese jedoch nur, die Körpersilhouette schmaler zu gestalten. Gegen Cellulitis hingegen kann die Fettabsaugung keine bzw. kaum eine Wirkung erzielen.

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