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Low Fat Diät - Reduktion der Fettmenge zum Abnehmen

Die Low Fat Diät, was so viel wie „wenig Fett Diät“ bedeutet, ist ein Sammelbegriff für die Ernährungsformen, in welchen die Aufnahme der Nahrungsfette weitgehend reduziert wird. Eine besondere Form stellt hier zum Beispiel die Low-Fett-30-Methode dar – hier wird ein Fettanteil in der aufgenommenen Nahrung von 30% nicht überschritten. In gewisser Weise stellt diese Ernährungsform das Pendant zur Low-Carb-Methode dar, bei welcher auf eine Reduktion der Kohlehydrate geachtet wird.

Wie funktioniert die Low Fat Diät?

Das Prinzip der Low Fat Diät basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass ein Gramm Fett über einen Brennwert von 39 Kilojoule beziehungsweise 9 Kilokalorien verfügt – Kohlehydrate und Eiweiße hingegen enthalten pro Gramm nur 17 Kilojoule – das entspricht ca. 4 Kilokalorien.

Ein dauerhafter Verzicht auf viele Fette in der Ernährung soll somit dafür sorgen, dass langfristig eine geringere Menge an Kalorien vom Körper aufgenommen wird, als dieser verbraucht. Diese negative Energiebilanz führt dazu, dass der Körper benötigte Energie aus Fettreserven mobilisieren muss – man nimmt ab. Der hohe Fettkonsum, besonders in Industrieländern, wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für viele Probleme bezüglich des eigenen Gewichts verantwortlich gemacht.

Während die empfohlene Tagesmenge an Fett zwischen 60 und 70 Gramm liegt, konsumieren viele Menschen in Deutschland über 100 Gramm pro Tag. Fette Fleischsorten, verarbeitete Fertigprodukte und fette Zubereitungsarten stehen hier auf der Liste der Übeltäter ganz oben.

Wie kann ich mit der Low Fat Diät abnehmen?

Wer mit der Low Fat Diät abnehmen möchte, der muss keinem strikten Ernährungsplan folgen und auch keine Nährwerttabellen wälzen – außer, man richtet sich nach der Low-Fett-30-Methode, bei welcher man den genauen Fettanteil berechnen muss.

Fette Fleischsorten werden durch mageres Fleisch, wie zum Beispiel Pute ersetzt. Vorzugsweise kann der Eiweißbedarf auch durch Fisch gedeckt werden – dieser ist oftmals sehr fettarm und enthält dabei hochwertige tierische Eiweiße. Gemüse und Obst können in beliebiger Menge verzehrt werden, wobei hier auf den hohen Zuckeranteil in Obst und Säften zu achten ist – dieser steht bei der Low Fat Diät zwar nicht im Vordergrund, steuert aber bei zu großem Konsum wieder viele Kalorien dem Stoffwechsel bei, was den Abnehmerfolg reduzieren oder sogar unmöglich machen kann.

Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln sollte man Lebensmittel lieber dünsten, garen oder in Folie backen – frittieren oder in viel Öl anbraten hingegen ist ungünstig und sorgt für hohe Fettmengen – selbst in sonst gesundem Essen.

Vor- und Nachteile der Low Fat Diät

Ein Vorteil der Low Fat Diät ist die Tatsache, dass wissenschaftlich bewiesen ist, dass Fett über einen sehr hohen Kalorienwert verfügt. Nicht umsonst ist es als Dickmacher verschrien. Wer hier konsequent auf eine fettarme Ernährung achtet und die empfohlenen Tagesmengen nicht überschreitet, sich hierbei jedoch gleichzeitig mit anderen Lebensmitteln ausgewogen ernährt, der kann auch langfristig Abnehmen und sein Gewicht halten.

Da Eiweiße nicht verboten werden, muss es nicht zwangsläufig zu Hungergefühlen kommen. Auch gibt es keine Verbote – es wird auf Alternativen gesetzt (zum Beispiel Backen statt Frittieren). Dies ist psychologisch wichtig und hilft auch auf Dauer, eine bestimmte Ernährungsform beizubehalten.

Wichtige Fette und Omega-3-Fettsäuren fehlen

Ein Nachteil in der Low Fat Diät ist jedoch, dass dem Körper bei zu starker Reduktion der Fette wichtige Fettsäuren fehlen, welche zum Beispiel Vitamine im Körper erst verwerten können. Das Vorurteil „Fett macht fett“ ist nicht ganz richtig, denn es gibt viele essentielle – also lebensnotwendige – Fettsäuren, auf welche der Körper angewiesen ist. Eine Avocado – das fetteste Nahrungsmittel, welches wir kennen – enthält wertvolle Fette, die nicht dick machen, sondern die Körperzellen regenerieren und fit halten. Gleiches gilt für fetten Seefisch, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist.

Wer mit der Low Fat Diät zu lange auf wichtige Fette verzichtet, der wird in seinem Körper Mangelerscheinungen hervorrufen, was nicht gesund ist.

Fazit zum Abnehmen mit der Low Fat Diät

Die Low Fat Methode ist für Menschen geeignet, sie sich bewusster mit ihrer Ernährung auseinandersetzen möchten, ohne dabei Verbote oder viele lästige Regeln beachten zu müssen. Im Vordergrund steht die bewusste Auswahl gesunder Lebensmittel und das Finden sinnvoller Alternativen – statt Frittieren kann man Backen, statt fetten Chips gibt es Salzstangen.

Durch diese Flexibilität wird dem Körper nichts vorenthalten, was er dringend benötigt, gleichzeitig ist die psychische Belastung bei dieser Form der Ernährungsumstellung nicht so groß, wie dies zum Beispiel bei Radikaldiäten der Fall ist. Langfristige Erfolge sind somit möglich – wie groß diese jedoch genau sind, das hängt von dem eigenen Übergewicht, der sportlichen Betätigung und natürlich auch der tatsächlichen Energiereduktion ab, welche durch die Fettreduktion hervorgerufen wird.

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