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Glyx Diät nach Tabelle - Lebensmittel im glykämischen Index

Die Glyx-Diät beschäftigt sich mit dem glykämischen Index, welcher Aufschluss darüber gibt, wie sich bestimmte Nahrungsmittel auf den Stoffwechsel, insbesondere auf den Blutzuckerspiegel, auswirken. Die dieser Diät zugrundeliegende Idee basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass zuckerhaltige Nahrungsmittel (bzw. die mit hohem glykämischen Index) den Insulinspiegel im Blut schnell ansteigen lassen. Das Hormon Insulin jedoch verhindert den Fettabbau und sorgt dafür, dass über die Nahrung aufgenommene Fette direkt in den Fettzellen gespeichert werden. Dort sind sie dann nur schwer wieder herauszubekommen.

Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index hingegen lassen den Blutzucker nur langsam steigen und locken weniger von dem dickmachenden Hormon Insulin. Stattdessen wird das Hormon Glukagon produziert, welches aktiv Fett verbrennt und dafür sorgt, dass aufgenommene Nahrungsfette ideal umgewandelt und nicht eingelagert werden. Ein positiver Nebeneffekt ist auch, dass durch den langsam und kontinuierlich ansteigenden und abfallenden Blutzuckerspiegel kein Heißhungergefühl entsteht, Essattacken bleiben somit aus.

Für wen ist die Glyx-Diät geeignet?

Die Glyx-Diät ist eine stoffwechselkonzentrierte Diät, das heißt man muss sich nichts verbieten. Sie ist besonders geeignet für Menschen, die nicht auf ihr Lieblingsessen verzichten möchten oder Magerkuren satt haben, denn: Bei der Glyx-Diät heißt es – wer abnehmen will, der muss essen!

Es geht nicht darum, nur noch winzige Mengen zu essen oder sich besonders einseitig zu ernähren. Vielmehr sollen Lebensmittel sinnvoll ausgewählt und kombiniert werden und zu für den Stoffwechsel günstigen Zeiten gegessen werden. So braucht man auf nichts zu verzichten, man muss keinen Hunger leiden und kann in der Küche nach Lust und Laune experimentieren.

Da sich gerade in der Anfangszeit Erfolge schnell einstellen, ist diese Diät besonders für Abnehmgeschädigte geeignet, die vielleicht wenig Hoffnung und Mut haben, mit einem erneuten Anlauf nun erfolgreicher zu sein.

Neue Lebensweise statt kurzfristige Ernährungsumstellung

Wer erneut den Schritt wagen möchte und noch einmal versucht, abzunehmen, der muss ein paar Grundregeln beachten, um erfolgreich zu sein.

Zunächst einmal ist Glyx-Diät ein sehr irreführender Begriff, da wir unter Diät eine Abmagerungskur verstehen, die zeitlich begrenzt ist. Hier liegt meist auch schon das Problem einer Diät – es ist nur eine vorübergehende Veränderung des Essverhaltens. Ein paar Kilos purzeln und ein paar Zentimeter schwinden – sobald man sich jedoch wieder normal ernährt und nicht mehr dem strikten Diätplan folgt, sind die zusätzlichen Pfunde schnell wieder da – meist noch in Begleitung einiger mehr. Der Jojo-Effekt.

Der Begriff Diät stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Lebensweise“. Als solche sollte die Glyx-Diät auch verstanden werden. Es geht nicht um das kurzfristige strikte Hungern, welches langfristig keinen Erfolg verspricht, sondern um eine langsame und kontinuierliche Ernährungsumstellung, die langfristig eine Gewichtsreduktion ermöglicht.

Wer abnehmen will, der muss essen!

Um abzunehmen muss man essen! Selbstverständlich gelten wie bei jeder Diät physikalische Grundsätze – man kann nur mit einer negativen Energiebilanz abnehmen, das heißt man darf dem Körper nicht mehr Energie in Form von Nahrung zuführen, als man verbraucht. Wer sich nun aber auf das Kalorienzählen beschränkt, wird schnell ein paar grundlegende Fehler machen.

Eine gesunde Frau, die 2000 Kalorien am Tag benötigt und nur 1300 zu sich nimmt, die spart nicht etwa 700 Kalorien pro Tag ein und verliert somit innerhalb von zehn Tagen ein Kilogramm Körperfett – im Gegenteil. Der Körper stellt sich auf „Hungerzeit“ ein und setzt den Grundumsatz herab, der Weg in die Jojo-Falle.

Um aktiv Fett verbrennen zu können, benötigt der Körper wichtige Mineralstoffe, Eiweiße und vor allem auch gesunde Fette. Nur wenn diese in ausreichender und qualitativ hochwertiger Menge vorhanden sind, kann der Körper seine Fettreserven angreifen und ist auch bereit dazu, diese aufzugeben. Sport und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme unterstützen diesen Prozess und helfen besonders in der ersten Zeit, den Körper von ungesunden Stoffen zu entgiften.

Zu Beginn – den glykämischen Index verstehen

Wer einen Versuch mit der Glyx-Diät unternehmen will, der kommt nicht daran vorbei, sich ein paar Tabellen mit glykämischen Werten anzusehen. Hier geht es jedoch nicht darum, diese auswendig zu lernen – es geht vielmehr darum ein Gefühl für Nahrungsmittel und ihren Nährstoffgehalt zu bekommen.

Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass alle Gemüse und Obstsorten (mit wenigen Ausnahmen), Milchprodukte, Roggenbrot (bzw. Sauerteigbrote) sowie frisch gepresste Säfte und Hartweizengrießprodukte einen niedrigen GLYX haben. Für Fleisch, Fisch und Geflügel gilt dasselbe, weil diese kaum Kohlenhydrate enthalten. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Glyx-Tabellen und Einkaufsplaner für die Handtasche, welche den Weg durch den Supermarkt erleichtern – Lebensmittel nach Glyx-Index sind entweder grün, gelb oder rot gekennzeichnet.

Während grüne Lebensmittel in beliebiger Menge gegessen werden können, sollte man bei gelben Nahrungsmitteln sparsam genießen und von den roten die Finger lassen. Doch auch hier gilt – absolute Verbote verschlimmern mehr, als dass sie helfen. Ab und an darf man sich schon einmal etwas Ungesundes leisten.

Eiweiß für kontinuierliche Gewichtsreduktion

Um die Energie, die mit der Nahrung aufgenommen wird, ideal verwerten zu können und nicht gleich wieder als Hüftspeck anzusetzen, sollte man auf eine ausreichende Eiweißzufuhr setzen. Eiweiß ist aus vielen Gründen praktisch.

Erstens macht es sehr satt und ist deshalb gerade zum Abendessen zu empfehlen. Zweitens ist es zwingend notwendig, um langfristig erfolgreich abzunehmen. Viele Diäten die eiweißreduziert ausgelegt sind, versprechen kurzfristige Erfolge innerhalb weniger Tage. Diese treten auch ein – jedoch wird hier oftmals nur überschüssiges Wasser ausgeschwemmt. Durch den Eiweißmangel werden gleichzeitig Muskeln abgebaut anstelle der Fettreserven. Das Ergebnis: Nach einer Woche hat man vielleicht 3kg Körpergewicht verloren – Fett war jedoch nicht dabei.

Gleichzeitig wird es umso schwerer, an die wahren Fettpolster zu kommen, denn um diese zu verbrennen werden Mitochondrien benötigt, die kleinen Fettverbrennungsöfen in den Muskeln, welche wir mit einer radikal eiweißreduzierten Diät zerstören! Wie funktioniert Abnehmen mit Eiweiß jedoch?

Eiweiß hat eine spezifische dynamische Wirkung – um Nahrungseiweiß in Körpereiweiß umzuwandeln, muss der Körper dem aufgenommenen Eiweiß Energie zuschießen. Dies verschlingt eine Menge Kalorien. Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht sollte man ca. 0,8-1g Eiweiß zu sich nehmen. Wer abnehmen will, der sollte diesen Wert auf 2g Eiweiß pro kg/KG erhöhen.

Trinken nicht vergessen!

Wer abnehmen möchte, der muss trinken! Drei Liter täglich sind ein Minimum, um den Körper mit der notwendigen Flüssigkeit zu versorgen. Hier kann gleich ein weiterer Trick der Glyx-Diät mit angewandt werden: Trinken Sie bestenfalls nur Mineralwasser und geben Sie diesem frisch gepressten Zitronensaft hinzu – das Vitamin C ist notwendig, um die Nahrungseiweiße aufzuspalten.

Gleichzeitig wird Vitamin C vom Körper jedoch nicht gespeichert. Es hilft also gar nicht, morgens eine Vitamintablette zu sich zu nehmen – das überschüssige Vitamin C wird ausgeschieden und am Mittag ist nichts mehr verfügbar. Trinken Sie jede Stunde ein Glas Wasser mit Zitronensaft, dann sorgen Sie nicht nur für eine optimale Flüssigkeitszufuhr, Sie halten auch Ihren Spiegel an Vitamin C konstant.

Genießen statt Hungern

Ein wichtiger Schritt in der Glyx-Diät ist es, nicht nach einem strikten Diätplan zu leben. Dies macht schon nach kurzer Zeit das Leben schwer und verdirbt die Laune daran. Essen muss Spaß machen! Beim Essen gilt grundsätzlich: Lebensmittel mit niedrigem Glyx können in großen Mengen verzehrt werden – es darf nicht gehungert werden! Wenn Lebensmittel mit mittlerem oder hohem Glyx dabei sind, bitte nicht mit Fetten kombinieren – der hohe Glyx lockt nämlich das Insulin, welches dann die Nahrungsfette sofort in der Hüfte einlagert. Bei hohem Glyx lieber als Beilage Gemüse in Form von Salaten oder einer Knabberplatte wählen.

Drei Mahlzeiten statt fünf

Es ist wichtig dem Körper Zeit zu geben, die aufgenommene Nahrung zu verwerten. Manche Menschen benötigen fünf Mahlzeiten am Tag, während andere mit dreien auskommen. Idealerweise nehmen Sie drei Mahlzeiten zu sich und überbrücken die Zeiten dazwischen lediglich mit Gemüsesticks oder Salat, denn: Nach jeder Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel, verwertet die Nahrung und fällt dann wieder ab. Bei diesem Prozess wird das Schlankmacherhormon Glukagon freigesetzt und kann damit beginnen, die Fette umzuwandeln und überschüssigen Hüftspeck abzubauen.

Folgt einer Mahlzeit in zu kurzem Abstand eine zweite, kann das Glukagon nicht arbeiten und wird vom hervorgelockten Insulin blockiert – um Platz zu schaffen, werden die Nährstoffe schnell in den Fettzellen eingelagert. Um dies zu vermeiden, sollte ausreichend Zeit zwischen den Mahlzeiten vergehen – da Sie auf einen ausreichenden Eiweißgehalt achten müssen, sind Sie jedoch auch über mehrere Stunden gesättigt und müssen nicht hungern!

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