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Fasten - Abnehmen und Entschlacken - Heilfasten

Beim Fasten unterscheidet man das religiöse vom gesundheitlich motivierten Fasten, dem sogenannten Heilfasten. Beim Heilfasten wird nach einer kurzen Vorbereitungszeit dem Körper keine oder nur noch sehr wenig Nahrung in flüssiger Form zugeführt. Hierdurch soll es zu einer Entlastung des Stoffwechsels kommen, der Körper erhält die Möglichkeit, sich zu entgiften. Das Fasten ist jedoch auch mit einer großen psychischen und physischen Belastung verbunden und gilt deshalb nicht als langfristig geeignete Ernährungsform. Vielmehr kann es einen Einstieg in ein gesünderes Essverhalten darstellen, da man während der Fastenzeit viel über alte und schlechte Gewohnheiten nachdenken und diese verändern kann.

Für wen eignet sich das Fasten?

Beim Fasten – selbst über wenige Tage – wird der Körper stark beansprucht. Auch die psychische Belastung durch den plötzlichen Nahrungsentzug darf nicht unterschätzt werden. Ärzte empfehlen deshalb nur gesunden Menschen, zu Fasten und dies auch nur über einen kurzen Zeitraum.

Schwangere und stillende Mütter mit erhöhtem Nährstoffbedarf, Menschen mit Blutungsneigungen, Krebserkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Durchblutungsstörung des Gehirns sollten nicht fasten. Gleiches gilt für Kinder unter 10 Jahren und Typ-1-Diabetiker, für welche der Mangel an Energie lebensgefährlich wäre.

Gesunde Menschen, die ihren Körper entschlacken und ihren Stoffwechsel entlasten wollen, können über einen kurzen Zeitraum relativ unproblematisch fasten. Hierbei sollten sie sich jedoch von einem Arzt anleiten und überwachen lassen, um gesundheitliche Probleme auszuschließen.

Inwiefern ist Fasten gesund?

Beim Fasten stellt der Körper alle Abläufe auf seinen Hungerstoffwechsel um. Da ihm nicht mehr ausreichend Energie zugeführt wird, muss er körpereigene Reserven angreifen. Der Grundumsatz wird radikal heruntergefahren, gleichzeitig beginnt der Körper, Eiweiß- und Fettreserven des Körpers zu verbrauchen. Hierbei kann es zu Abnehmerfolgen von bis zu 400g pro Tag kommen. Dieser Gewichtsverlust ist jedoch mit dem Ausschwemmen von Wasser und dem Abbau von Eiweiß und somit Muskelmasse zu erklären und stellt keinen Fettabbau dar.

Durch den Hungerstoffwechsel und das Angreifen körpereigener Reserven werden durch körpereigene Vorgänge Ketokörper produziert, zum Beispiel Aceton. Dies kann zu Mundgeruch oder stärkerem Körpergeruch führen. Auch sind die Nieren und Leber als Ausscheidungsorgane stärker belastet, da sie durch die Entschlackung plötzlich viel mehr Entgiftungsarbeit leisten müssen, als sie es sonst tun. Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr sollte deshalb darauf geachtet werden, dass nur über einen kurzen Zeitraum, beispielsweise ein oder zwei Wochen, gefastet wird.

Wie genau funktioniert das Fasten?

Wer fasten möchte, sollte idealerweise dieses Vorhaben im Vorfeld mit seinem Arzt besprechen. Dieser kann auch abklären, ob die körperlichen Voraussetzungen vorliegen und keine Kontraindikationen bestehen, die das Fasten eher zu einem schädlichen Unterfangen machen würden. Bestehen keine ärztlichen Bedenken, so kann mit dem Fasten begonnen werden.

Vorbereitung der Fastenphase

Hierzu findest meist eine Vorbereitungsphase von ein paar Tagen bis hin zu einer Woche statt. Während dieser Zeit wird bereits weniger gegessen und auf fettreiche Lebensmittel verzichtet, die den Stoffwechsel belasten. Ein bis zwei Tage vor dem Fasten wird dann zusätzlich auf Genussmittel, stark gesüßte Lebensmittel oder ballaststoffreiche Kost verzichtet.

Zu Beginn des Fastens ist eine Darmentleerung sinnvoll, da in der folgenden Zeit keine feste Nahrung mehr aufgenommen werden wird und der Darm vorher somit gereinigt werden sollte. Hierfür eignen sich Einläufe oder Bittersalzpräparate aus der Apotheke.

Varianten des Fastens

Null Variante

Die Null-Variante sieht das konsequente Vermeiden einer Kalorienaufnahme jeglicher Art vor. Das bedeutet, dass nur kalorienfreie Getränke (Tee und Wasser) getrunken werden dürfen – hiervon aber bitte mindestens zwei Liter am Tag. Hierbei müssen dem Körper Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden.

Obst- und Gemüsesäfte

Eine andere Variante sieht vor, dass man pro Fastentag bis zu 450g Obst- und Gemüsesäfte zu sich nimmt, um dem Vitaminmangel vorzubeugen.

Molke-Fasten

Eine letzte, ebenfalls sinnvolle Variante, stellt das Molke-Fasten dar. Hier wird als Flüssigkeit ein Molkepräparat getrunken. Dieses ist sehr eiweißhaltig und kann somit dem Muskelabbau im Körper aufgrund von Eiweißmangel entgegenwirken.

Vor- und Nachteile des Fastens

Wer sich zu einer Fastenkur entschlossen hat, der bricht mit seinen bisherigen Essgewohnheiten. Fasten kann niemals eine geeignete langfristige Ernährungsform darstellen. Die kurzzeitige Mangelernährung dient jedoch besonders aus psychologischer Sicht dazu, mit alten Gewohnheiten zu brechen.

Nach dem Fasten sollte langsam mit dem Nahrungsaufbau im Speiseplan begonnen werden, um einen Jojo-Effekt nach der Radikalkur zu verhindern. Wer fastet, um seinen Körper zu entschlacken und einen gelungenen Start in eine neue Ernährungsweise zu wählen, der ist auf dem richtigen Weg. Zum langfristigen Abnehmen ist es jedoch nicht geeignet, da es dem Körper zu viele wichtige Nährstoffe vorenthält und letztendlich die Energie, ohne welche der Körper nicht funktionieren kann.

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