Busen - Brüste - Brust - Brust OP
- Inhaltsübersicht zu Busen - Brust
- Die weibliche Brust
- Die Entwicklung der Brust zu einer Ernährungsquelle für das Kind
- Die Möglichkeiten der modernen Chirurgie
- Mögliche Krankheiten und Fehlbildungen der weiblichen Brust
- Fazit über die weibliche Brust
Die weibliche Brust
Die weibliche Brust besteht zum Großteil aus Körperfett und Bindegewebe. Innerhalb der Brust befinden sich die Brustdrüsen. In der Sexualität gilt die Brust als sekundäres Geschlechtsorgan der Frau. Für die Frau selbst ist die Brust meist das Synonym der Weiblichkeit, da viele Männer zuerst auf den Busen schauen. Gerade aus diesem Grund ist es für Frauen oft eine starke, psychische Belastung, wenn der Busen subjektiv gesehen zu klein oder zu groß ist.
Die Entwicklung der Brust zu einer Ernährungsquelle für das Kind
Erst mit der Pubertät beginnt sich die weibliche Brust zu entwickeln. Die Brustdrüsen werden gebildet und der Busen wächst zu seiner bleibenden Größe heran. Erst wenn die Frau schwanger wird, entwickeln sich die Brustdrüsen vollständig und die Muttermilch wird gebildet. Verantwortlich dafür ist der veränderte Hormonspiegel, den die Frau in der Schwangerschaft hat. Nach der Entbindung geht das Progesteron zurück und das Hormon Prolaktin wird gebildet. Dadurch entsteht dann die Milch und “schießt” in die Brust ein. Durch saugen an der Brustwarze kann der Säugling nun über die mütterliche Brust ernährt werden. Da die Prolaktinbildung durch das Saugen angeregt wird, ist die Milchproduktion so lange aktiv, wie das Kind gestillt wird. Danach bilden sich die Brustdrüsen wieder zurück. Bei einer folgenden Schwangerschaft verläuft der gleiche Prozess von Vorne.
Die Möglichkeiten der modernen Chirurgie
Die plastische Chirurgie hat sich in den letzten 20 Jahren enorm weiterentwickelt. Mittlerweile ist es für fast jede Frau möglich, die Brust in einem operativen Eingriff vergrößern oder verkleinern zu lassen. Auch eine Bruststraffung ist in der modernen Chirurgie kein Problem mehr. Die Größe der Brust hat keinen Einfluss auf ihre Funktionsweise beim Stillen, jedoch leiden viele Frauen darunter, wenn sie eine sehr kleine Brust haben. Sie fühlen sich nicht als Frau und sind oft auch in der Sexualität gehemmt. Chirurgisch gibt es die Möglichkeit der Brustvergrößerung, sprich, eine kleine Brust mittels Silikonkissen optisch zu vergrößern. Hierbei wird in einem operativen Eingriff ein Silikonkissen in den Busen eingesetzt. Je nach Anatomie der Frau wird das Silikonkissen vor oder hinter den Brustmuskel gesetzt. Der Chirurg modelliert beide Brüste so, dass ein symmetrisches Ergebnis entsteht. Wenn der Eingriff ohne Komplikationen verläuft, kann mit einer Heilungsdauer von etwa sechs Wochen gerechnet werden. Da die Hautschnitte meist unter der Brust oder unter der Achsel gemacht werden, stören die Narben das Gesamtbild nach dem Eingriff nur wenig. Aber auch eine Brustvergrößerung ohne Operation ist möglich, hierbei kommt es zur Anwendung von Hormonen und anderen Stoffen, die die Brust zum Wachsen enregen sollen. Da eine kleine Brust nicht als gesundheitliche Beeinträchtigung gilt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff nicht.
Auch eine zu große Brust kann für eine Frau sehr belastend sein. Aus psychologischer Sicht werden Frauen mit einem sehr großen Busen oftmals nur darauf reduziert oder kommen sich so vor. Doch auch die Gesundheit ist bei einer zu großen Brust oft beeinträchtigt. Durch das Gewicht der Brust kann es zu Haltungsschäden kommen, die sich mit andauernden Rückenschmerzen äußern. Auf Dauer kann dieser Haltungsschaden dazu führen, dass die Frau Probleme mit ihrer Wirbelsäule und der Bandscheibe bekommt, was sehr schmerzhaft sein kann. In einem solchen Fall kann eine chirurgische Brustverkleinerung durchgeführt werden. Hier entnimmt der Chirurg überflüssiges Binde- und Fettgewebe aus der Brust der Frau. Das Gewicht des Busens wird dadurch reduziert und die Frau kann eventuelle Haltungsschäden meist mit einigen Stunden Krankengymnastik wieder beheben.
Eine Brustverkleinerung wird oftmals in Kombination mit einer Bruststraffung durchgeführt. Bei einem sehr großen Busen ist oft das Bindegewebe belastet, was zu Rissen und Schwächen führen kann. Die große Brust hängt dann nach unten, was die Haut zusätzlich belastet. In einem solchen Fall ist die Haut nur selten in der Lage, sich an die verkleinerte Brust anzupassen. Um einen zu ausgeprägten Hängebusen zu vermeiden, wird die überschüssige Haut entfernt und die Brust gestrafft. Dieser Eingriff ist auch unabhängig von einer Brustverkleinerung durchführbar, wenn die Frau eine hängende Brust hat und damit unglücklich ist. Die Bruststraffung erfordert teilweise auch eine Versetzung der Brustwarze, was zu Narben auf der Brust führt. Diese verblassen jedoch nach und nach. Eine große Brust hat mitunter Auswirkungen auf die Gesundheit, daher gibt es Fälle, wo die Verkleinerung einer großen Brust von der Krankenversicherung finanziert wurde.
Mögliche Krankheiten und Fehlbildungen der weiblichen Brust
Die weibliche Brust ist bei jeder Frau anders, jedoch gibt es Fehlbildungen die weit über einen zu großen oder zu kleinen Busen hinaus gehen. Einige Frauen haben beispielsweise unterschiedlich große Brüste, was oft eine psychische Belastung darstellt. Auch hier kann mit einer plastischen Operation Abhilfe geschafft werden. Auch Fehlstellungen der Brustwarze sind möglich, treten jedoch sehr selten auf.
Eine gefürchtete Krankheit bei Frauen ist der Brustkrebs. Bereits in jungen Jahren sollte jede Frau einmal im Jahr ihren Busen von einem Gynäkologen abtasten lassen. Wird ein Knoten entdeckt, wird die Brust mit einer sogenannten Mammographie untersucht. Dabei kann der Arzt den Sitz des Knotens erkennen. Um Klarheit zu bekommen, ob der Knoten eine gutartige Zyste oder eine Wucherung ist oder ob es sich um ein sogenanntes Mammakarzinom (bösartiger Tumor) handelt, wird Gewebe aus der Brust entnommen. Gutartige Zysten werden in einem unkomplizierten Eingriff entfernt. Eine weitere Behandlung ist nicht nötig. Stellt der Arzt die Diagnose Brustkrebs, gibt es je nach Stadium verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die erste Maßnahme ist meist eine Chemotherapie in Kombination mit Bestrahlung der betroffenen Brust. Haben sich bereits Metastasen im umliegenden Gewebe gebildet, muss die betroffene Brust entfernt werden. Für die Frau ist dieser Eingriff ein einschneidendes Erlebnis und häufig treten postoperative Depressionen auf. Allerdings ist die plastische Chirurgie in der Lage, eine Brustrekonstruktion durchzuführen. Aus körpereigenem Fettgewebe und künstlichem Material kann eine neue Brust gebildet werden. Auch eine die Herstellung einer Brustprothese ist möglich.
In der Schwangerschaft können sich die Brustdrüsen entzünden, beispielsweise durch einen Milchstau innerhalb der Brust. Diese Erkrankung ist sehr schmerzhaft aber nicht gefährlich.
Fazit über die weibliche Brust
Die weibliche Brust ist so individuell wie die Frau selbst. Ob eine große Brust oder eher nur eine “Hand voll”, der Busen gehört zu einer Frau dazu und dient in erster Linie der Versorgung ihres Kindes. Auch die Wirkung auf einen Mann ist unterschiedlich. Einige Männer finden große Busen erotisch, wieder anderen achten überhaupt nicht auf die Größe der Brust. Wenn eine Frau sich für eine Schönheitsoperation entscheidet, sollte sie es aus eigenem Willen entscheiden. Eine Brustoperation, weil der Partner eher auf große Busen oder kleine Busen steht, macht die Frau nicht glücklich. Auch wenn der Busen die Weiblichkeit symbolisiert, sind für eine gute Partnerschaft andere Dinge wichtig.